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TreibhausgaseMehr CO2, bitte!

Rund 30 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pusten Kraftwerke, Industrieanlagen und Verkehr weltweit in die Luft - Jahr für Jahr. In Zukunft soll das Treibhausgas wo immer möglich aufgefangen, in Tiefengesteinen unter Tage eingelagert und so unschädlich gemacht werden. Doch könnte man das ungeliebte Verbrennungsendprodukt, das es quasi frei Haus gibt, nicht auch als Rohstoff nutzen?

Von Volker Mrasek | 10.11.2013

Tatsächlich macht die chemische Industrie schon hier und da Gebrauch von CO2. Befeuert durch die Klimaproblematik, tüfteln Chemiker jetzt intensiver denn je daran, Kohlendioxid in wichtige Stoffsynthesen einzubinden, auch deshalb, weil die organische Kohlenstoffchemie unabhängiger vom endlichen Rohstoff Erdöl werden soll.

Die Mission ist keine leichte, das Molekül ist nämlich überaus reaktionsträge und nur mit viel Energie zum Leben zu erwecken. Zudem sind die Möglichkeiten der stofflichen Nutzung von Kohlendioxid eher bescheiden, verglichen mit den gewaltigen Emissionen des Treibhausgases. Der Beitrag, den eine grüne CO2-Chemie zu Klimaschutz und Ressourcen-Sicherheit heute und in Zukunft leistet – wie groß kann er tatsächlich sein?
Manuskript zur Sendung:
Mehr CO2, bitte!
Weiterführende Links:

Seiten des Deutschlandradios:
Massenware aus CO2
(Forschung aktuell vom 04.11.13
Anzahl von CO2-Lagern rückgängig
(Forschung aktuell vom 22.10.13)
Das liebe Geld und der Klimaschutz
(Umwelt und Verbraucher vom 12.09.13)
Doping für die Wälder
(Forschung aktuell vom 25.07.13)
Unter Algen
(Reportage vom 10.06.13)
Abgase im Boden speichern
(Aktuell vom 27.03.13)
Warten auf ein grünes Wunder
(Wissenschaft im Brennpunkt vom 23.09.12)

Links ins Netz:
RWTH Aachen: CAT-Katalysezentrum
Uni Heidelberg: CARLA-Labor
GdCH et al.: Positionspapier CO2-Chemie (PDF)
BMWi: Studie über CO2-Speicherung und -verwertung (PDF)
Bayer AG: Polyole auf CO2-Basis
RWTH Aachen et al.: Dream Production
BMBF: Projekte zur CO2-Nutzung