Konkurrenz zur UNO?
Trump bestätigt Einladung Russlands zum "Friedensrat" und droht Frankreich bei Nicht-Teilnahme mit Strafzöllen

Der von US-Präsident Trump geplante sogenannte Friedensrat zur Lösung von Konflikten weltweit stößt weiterhin auf Vorbehalte.

    US-Präsident Donald Trump spricht in ein Mikrofon.
    US-Präsident Donald Trump (AP / Alex Brandon)
    Frankreich lehnte eine Einladung zur Teilnahme daran ab. Aus dem Umfeld von Präsident Macron hieß es, Trumps Initiative werfe Fragen auf im Hinblick auf die Achtung der Prinzipien und Strukturen der Vereinten Nationen. Trump drohte Frankreich daraufhin mit Strafzöllen in Höhe von 200 Prozent auf Wein und Champagner. Er bestätigte zudem, dass auch der russische Staatschef Putin zur Teilnahme am sogenannten Friedensrat eingeladen wurde. Der Kreml hatte gestern erklärt, dass er die Anfrage prüfe.
    Insgesamt hat Trump nach eigenen Angaben rund 60 Staats- und Regierungschefs angeschrieben, darunter auch Bundeskanzler Merz. Das Gremium sollte sich ​ursprünglich nur um den Wiederaufbau des Gazastreifens kümmern. In der Charta wird das Palästinensergebiet jedoch nicht ausdrücklich erwähnt. Kritiker sehen darin den Versuch, eine Konkurrenz zur UNO zu etablieren.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.