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Nach Luftangriffen durch USA und Israel: Iran beginnt mit Gegenangriff

Die USA und Israel führen Luftangriffe auf den Iran aus. Aus der Hauptstadt Teheran und mehreren anderen Städten wurden Explosionen gemeldet. Der Iran kündigte Gegenschläge an. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

    Hinter einer Häuserzeile in der iranischen Hauptstadt Teheran steigt eine dichte Rauchsäule auf.
    Rauch steigt in der iranischen Hauptstadt Teheran auf. (picture alliance / Middle East Images / Ehsan)

    +++ Hinweis: Der Deutschlandfunk berichtet ab 11:05 Uhr einer Sondersendung über die Lage im Iran.

    Die Einzelheiten hören Sie im Livestream oder in der Deutschlandfunk-App.

    +++ Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine US-Militäreinrichtung attackiert.

    Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hieß es im staatlichen Rundfunk. Die Regierung Bahrains bestätigte den Angriff. Aus Kuwait, Katar, Abu Dhabi und Bahrain wurden weitere Explosionen in der Nähe von US-Militärbasen und Marinestützpunkten gemeldet.

    +++ Die Bundesregierung beruft den Krisenstab ein.

    Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte, ist das Treffen für 12 Uhr angesetzt. Das Amt stehe in engem und ständigem Kontakt ‌mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Außenminister Wadephul sagte, man beobachte die aktuelle Situation genau.

    +++ Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sieht den Angriff der USA und Israels auf den Iran als berechtigt an.

    Er sagte dem Nachrichtenportal t-online, der Iran hintergehe seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittele den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden. Der Militärschlag habe damit eine Berechtigung. Die FDP-Europapolitikerin Strack-Zimmermann äußerte die Hoffnung auf ein Ende des autoritären Regierungssystems im Iran.
    Linken-Fraktionschef Pellmann verurteilte den Angriff hingegen. Er betonte, das Völkerrecht spiele "mal wieder" keine Rolle. Es gelte jetzt auf internationaler Ebene eine Eskalation zu verhindern; auch die Bundesregierung als enger Partner Israels stehe dabei in der Pflicht.

    +++ Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt.

    Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer "Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners", wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging.

    +++ Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten.

    "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. In Israel wurde Luftalarm ausgelöst. Auch in mehreren Golfstaaten wurde vor iranischen Angriffen gewarnt. Dort befinden sich mehrere US-Militärbasen.

    +++ Zahlreiche Fluggesellschaften haben aufgrund der Angriffe Flüge in den Nahen Osten abgesagt.

    Ein Sprecher der Lufthansa sagte, der Flugverkehr von und nach Dubai sei heute und morgen unterbrochen. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen. Ähnlich reagieren Fluggesellschaften wie Virgin Atlantic, Air Arabia und Wizz Air. Momentan ist der Luftraum über Israel, dem Iran und dem Irak ohnehin für den zivilen Luftverkehr geschlossen.

    +++ Im Iran hat das Gesundheitsministerium erste Maßnahmen getroffen.

    Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden.

    +++ Die USA beteiligen sich an dem Angriff auf den Iran.

    Das bestätigte US-Präsident Trump in einer Videobotschaft. Er sagte, das US-Militär habe einen "großen Kampfeinsatz" im Iran begonnen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen bauen könne. Man werde sowohl die Raketen als auch die Raketenindustrie des Landes zerstören. Gleichzeitig forderte Trump die Menschen im Iran dazu auf, die derzeitige Regierung zu stürzen.

    +++ Der Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden.

    Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe.

    +++ Israel hat Luftangriffe gegen den Iran gestartet.

    Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem "Präventivschlag", um Bedrohungen für Israel zu beseitigen. Weitere Einzelheiten gab der Minister zunächst nicht bekannt.

    Mehr zum Thema

    Weitere aktuelle Entwicklungen zur Lage im Iran finden Sie auf unserer Webseite.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.