Iran-Krieg
Trump in Versailles, Peseschkian in Teheran: USA und Iran unterzeichnen Rahmenabkommen

Die Präsidenten der USA und des Iran, Trump und Peseschkian, haben die Absichtserklärung für ein Ende des Krieges zwischen beiden Ländern unterzeichnet. Trump erklärte am Abend, er habe die Vereinbarung im Schloss von Versailles unterschrieben.

    Das Foto zeigt US-Präsident Trump im Schloss von Versailles, daneben Frankreichs Präsident Macron und seine Frau Brigitté.
    US-Präsident Trump hat das Abkommen mit dem Iran in Versailles unterzeichnet. (AFP / ANNA MONEYMAKER)
    Der US-Präsident hielt sich dort nach dem G7-Gipfel zu einem Abendessen mit dem französischen Staatschef Macron auf. Das iranische Außenministerium teilte mit, auch Präsident Peseschkian habe unterzeichnet.

    Pakistan: Abkommen tritt sofort in Kraft

    Nach Angaben aus Pakistan, das als Vermittler aufgetreten war, tritt das Abkommen sofort in Kraft. Der pakistanische Ministerpräsident Sharif erklärte, in einem ersten Schritt werde der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen, und auch die USA würden ihre dortige Blockade beenden.
    Der Text des sogenannten "Memorandum of Understanding" ist inzwischen bekannt. Demnach sollen sämtliche Kampfhandlungen sofort enden - ausdrücklich auch im Libanon, wo sich die israelische Armee und die Hisbollah gegenseitig bekämpfen. Die internationalen Sanktionen gegen den Iran sollen aufgehoben werden, der Zeitplan dafür ist aber Bestandteil der anstehenden, 60-tägigen Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen beider Seiten. Der Iran bekräftigt überdies den Verzicht auf Atomwaffen. Für den Wiederaufbau in dem Land soll es einen privaten Investitionsfonds mit einem Volumen von 300 Milliarden Dollar geben.

    Zwei Schiffe der Deutschen Marine auf dem Weg zum Roten Meer

    Das gab Bundesverteidigungsminister Pistorius vor einem Treffen mit seinen Kollegen der NATO-Staaten in Brüssel bekannt. Demnach haben das Minensuchboot "Fulda" und der Tender "Mosel" in Begleitung eines britischen Versorgungsschiffes bereits den Suez-Kanal passiert. Sie sollen sich in einem Hafen im afrikanischen Dschibuti für einen möglichen Einsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus bereithalten. Für diese Mission seien aber die Zustimmung des Iran und des Oman sowie ein Beschluss des Deutschen Bundestages erforderlich, betonte der SPD-Politiker. Außerdem müsse der weitere Verlauf der amerikanisch-iranischen Verhandlungen abgewartet werden.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.