
Der Krieg müsse enden, sagte Trump. Er sei überzeugt, dass Kreml-Chef Putin Frieden wolle und vertraue ihm. Trump sprach sich auch dafür aus, Russland wieder in die Gruppe der führenden Industrienationen G7 aufzunehmen. Es sei ein Fehler gewesen, Russland wegen des Ukraine-Krieges auszuschließen.
Trump äußerte sich vor Journalisten im Weißen Haus in Washington. Gestern hatte er bereits erklärt, dass die Ukraine in Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs einbezogen werden solle. Der ukrainische Präsidentenberater Lytwyn sagte allerdings in Kiew, Gespräche mit der russischen Seite seien in München nicht vorgesehen.
Münchner Sicherheitskonferenz mit Vance, Selenskyj und Scholz
Zu der 61. Sicherheitskonferenz werden unter anderen US-Vizepräsident Vance, der ukrainische Staatschef Selenskyj und Bundeskanzler Scholz erwartet. Deutschland und die anderen EU-Staaten verlangen, dass die Europäische Union in die Verhandlungen über einen Ukraine-Frieden einbezogen wird.
Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass sein Land keine Vereinbarungen akzeptieren werde, die ohne Kiew getroffen würden. Auch die ukrainischen Partner in Europa sollten mit am Verhandlungstisch sitzen. Europäische Politiker warnten Washington davor, ohne die EU-Staaten einen Deal mit Russland abzuschließen.
Kreml: Vorbereitung für Gespräche kann Monate dauern
Kreml-Sprecher Peskow sagte am Donnerstag in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen, die Ukraine werde auf die "ein oder andere Weise" an den geplanten Friedensgesprächen beteiligt. Es werde aber auch einen bilateralen russisch-amerikanischen Teil des Dialogs geben. Die Vorbereitung auf die Gespräche könne Monate dauern. Die Haltung der neuen US-Regierung nannte Peskow ”imponierend.”
Viele Beobachter sehen die Verhandlungsposition der Ukraine erheblich geschwächt. Der Militärexperte Gustav Gressel warnte im Deutschlandfunk vor einem Diktatfrieden.
Diese Nachricht wurde am 14.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
