Washington
Trump verhängt in Grönland-Konflikt Strafzölle gegen Deutschland und weitere Staaten

US-Präsident Trump hat Details zu den angekündigten Strafzöllen gegen Länder bekanntgegeben, die seine Pläne für eine Übernahme Grönlands nicht mittragen wollen.

    Donald Trump zeigt auf Dinge
    Donald Trump spielt seine Macht aus. (picture alliance/AP Images | Alex Brandon)
    Wie Trump bekanntgab, sind davon neben Deutschland auch Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, die Niederlande, Finnland und Großbritannien betroffen. Die Zölle sollen demnach ab Februar gelten und zunächst 10 Prozent betragen. Zum 1. Juni sollen sie auf 25 Prozent steigen. Trump sagte, die Strafmaßnahme werde solange gelten, bis eine Vereinbarung zum Kauf Grönlands durch die Vereinigten Staaten gefunden worden sei.
    In Kopenhagen und anderen dänischen Städten protestierten heute tausende Menschen gegen die US-Ansprüche auf Grönland. Die Demonstranten schwenkten vor dem Rathaus der Hauptstadt dänische und grönländische Fahnen. Oberbürgermeisterin Welling sagte, die Botschaft aus Kopenhagen sei laut und deutlich: Grönland sei keine Handelsware. Auch auf der Arktisinsel selbst gab es Proteste gegen die Pläne von US-Präsident Trump.
    Dort begannen zudem Armeeeinheiten mehrerer europäischer NATO-Staaten ihre Erkundungsmission. Daran sind auch 15 Bundeswehrsoldaten beteiligt. Die Mission soll die Bedingungen für gemeinsame Militärübungen zur Verbesserung der Sicherheit Grönlands prüfen.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.