
Ein Sprecher der Bundesregierung verwies auf die innenpolitische Situation in Syrien. Dort haben sich die Regierung und kurdische SDF-Milizen nach tagelangen Kämpfen auf eine sofortige Waffenruhe verständigt. Diese sieht nach offiziellen Angaben den Abzug der kurdischen Kämpfer in das Gebiet östlich des Euphrats vor. Al-Scharaa kündigte an, in einem Gespräch mit dem Anführer der Miliz, Abdi, alle noch offenen Fragen heute klären zu wollen.
Bei seinem zweitägigen Besuch in Deutschland sollte Al-Scharaa von Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier empfangen werden. Zudem waren Gespräche mit der deutschen Wirtschaft geplant. Merz hatte al-Scharaa bereits im November nach Deutschland eingeladen. Kurdische und alawitische Gemeinden in Deutschland werfen der syrischen Regierung gewaltsame Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten vor. Sie hatten mehrere Demonstrationen gegen den Besuch geplant.
Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
