WM-Investorenpläne
UEFA droht Infantino mit rechtlichen Schritten

Der europäische Fußball-Verband UEFA droht dem Weltverband FIFA und dessen Präsidenten Infantino mit rechtlichen Schritten wegen der gescheiterten Pläne für einen Teilverkauf der WM-Rechte. Dies berichten übereinstimmend mehrere britische Medien, die aus einem Schreiben der UEFA an die FIFA zitieren.

    Fifa-Präsident Gianni Infantino streckt den Daumen nach oben.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino wollte Anteile der Fußball-WM an private Investoren verkaufen. Jetzt droht die UEFA mit rechtlichen Schritten. (picture alliance / PA Images / Bradley Collyer)
    Darin wird der Weltverband aufgefordert, die Unterlagen zu dem Vorhaben nicht zu vernichten. Der Brief ging demnach auch an den amerikanischen Technologieinvestor Joshua Kushner aus dem familiären Umfeld von US-Präsident Trump. Kushner hätte laut Medienberichten eine Schlüsselrolle bei dem Projekt einnehmen sollen.
    Infantino wollte die kommerziellen Rechte an den WM-Turnieren teilweise an private Investoren verkaufen. Die Nationalverbände wurden ohne eine wesentliche Unterrichtung über die Details gedrängt, rasch zuzustimmen. Die Pläne stießen bei der UEFA, aber auch bei den Kontinentalverbänden Asiens sowie Mittel- und Nordamerikas auf Ablehnung und wurden schließlich von der FIFA gestoppt.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.