UkraineInternationales Militärmanöver

Operation "Schneller Dreizack" beschäftigt in den kommenden Tagen etwa 1.200 Soldaten im Westen der Ukraine. Die ukrainischen Streifkräfte führen zusammen mit ausländischen Truppen eine Übung zu Lande und in der Luft aus. Aus Russland kommt Kritik.

15.09.2014

Gemeinsames Manöver der Ukraine mit der NATO am 8. September im Schwarzen Meer.
Gemeinsames Manöver der Ukraine mit der NATO am 8. September im Schwarzen Meer. (picture alliance / dpa / John Herman)
Internationale Militärübungen in der Ukraine sind nichts Neues. So finden zum Beispiel seit 1997 jährlich gemeinsame Übungen zwischen NATO-Ländern und der Ukraine statt. Die letzte vor rund einer Woche im Schwarzen Meer. Nun folgt eine Übung der Land- und Luftstreitkräfte in ebenfalls internationalem Rahmen unter Führung der USA.
Das Manöver ist nach Angaben der Bundeswehr Teil eines größeren Programms, das schon seit 2003 durchgeführt wird. Russland bezeichnete die Übung als "schwere Provokation". Die russischen Streitkräfte hatten ihrerseits in den vergangenen Monaten immer wieder Manöver entlang der ukrainischen Grenze abgehalten.
Beteiligt sind die Länder Aserbaidschan, Bulgarien, Kanada, Georgien, Großbritannien, Lettland, Litauen, Moldau, Norwegen, Polen, Rumänien, Spanien und die USA. Deutschland hat drei Soldaten geschickt, die die Übung auswerten sollen. Das elftägige Manöver findet in der Nähe der Stadt Lwiw statt - rund 1.200 Kilometer entfernt vom Kampfgebiet im Osten der Ukraine.
Waffenruhe in Ost-Ukraine brüchig
In der Krisenregion sind internationale Beobachter der OSZE unter Granatenbeschuss geraten. Wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mitteilte, wurde die Gruppe gestern gezielt beschossen. Die OSZE bezeichnete den Angriff auf die sechs Beobachter als ernsten Zwischenfall. Verletzt wurde aber niemand.
Die vereinbarte Waffenruhe im Osten der Ukraine ist brüchig. Nach Angaben der Behörden sind weitere Zivilisten bei Gefechten getötet worden. In Donezk, der Hochburg der Separatisten, melden die Behörden sechs Tote.
(pr)