Rheinland-Pfalz
Ukraine-Kontaktgruppe berät auf US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz sind Politiker und Militärs aus rund 50 Staaten zusammengekommen, um über Hilfen für die Ukraine zu beraten. US-Verteidigungsminister Austin bescheinigte der Ukraine zu Beginn der Beratungen Fortschritte bei der laufenden Gegenoffensive.

19.09.2023
    Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht per Video über einen Bildschirm zu den Teilnehmern der Konferenz in Ramstein.
    Eines der mittlerweile fünf Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein im Januar (Hannes P. Albert / dpa / Hannes P Albert)
    Die Truppen würden durch die stark befestigten Linien der russischen Armee brechen, erklärte Austin. Der Minister kündigte an, dass die von den USA zugesagten Abrams-Kampfpanzer bald in die Ukraine geliefert würden.

    Weitere Rüstungsgüter aus Deutschland

    Das Treffen der sogannten Ukraine-Kontaktgruppe ist das fünfte seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Bundesverteidigungsminister Pistorius nimmt wegen einer Corona-Erkrankung nicht an den Beratungen in Ramstein teil, kündigte aber weitere deutsche Rüstungsgüter für Kiew an. Das Paket habe einen Umfang von 400 Millionen Euro. Darin seien unter anderem Sprengmunition, Mörsermunition und Minenraketen enthalten.
    Die FDP-Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann bekräftigte die Forderung, der Ukraine schnellstmöglich Taurus-Marschflugkörper zu liefern. Im rbb24 Inforadio sagte sie, wenn man einen Krieg beenden wolle, gehe das nur aus einer Stärke heraus. Der CDU-Außenpolitiker Röttgen sagte im ZDF, er habe kein Verständnis dafür, dass immer noch Misstrauen gegenüber der Ukraine geäußert werde. Die ukrainische Armee schieße seit 18 Monaten nicht auf russisches Gebiet.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.