
Details der Gespräche wurden nicht bekannt. Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte Moskau seine Maximalforderung bekräftigt, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll. Die Ukraine lehnt dies bislang kategorisch ab.
Der Osteuropa-Experte Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik zeigte sich bereits vorab mit Blick auf Erfolgsaussichten des Treffens skeptisch. Er sehe keinerlei Bereitschaft der Russen, Kompromisse einzugehen, sagte Meister im Deutschlandfunk. Man sehe statt Bewegung bei Russland vor allem Druck der USA auf die Ukraine - und das sei keine gute Entwicklung.
Russische Luftangriffe auf Kiew und Charkiw
Ungeachtet der laufenden Verhandlungen hat Russland die Ukraine in der Nacht mit Luftangriffen überzogen. In der Hauptstadt Kiew schlugen nach Angaben der Behörden in mehreren Stadtteilen Drohnen und Raketen ein. Es gab demnach mindestens ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Der Bürgermeister von Kiew, Klitschko, erklärte, fast 6.000 Gebäude seien ohne Heizung. In der Region Tschernihiw im Norden des Landes sind hunderttausende Menschen ohne Strom. Wie der regionale Energiebetreiber mitteilte, wurde eine wichtige Anlage in der Nähe der Stadt Nischyn beschädigt. Auch die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine meldete schwere Luftangriffe. Der Bürgermeister sprach von mindestens elf Verletzten.
Der ukrainische Außenminister Sybiha verurteilte die Luftschläge. Sybiha schrieb auf der Plattform x, dieser brutale Raketenangriff treffe nicht nur die ukrainische Bevölkerung, sondern auch den Verhandlungstisch. Er warf Präsident Putin Zynismus vor.
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Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







