Samstag, 01. April 2023

Mariupol-Besuch
Ukraine wirft Putin nach Besuch Zynismus vor

Die ukrainische Regierung hat den Besuch von Kreml-Chef Putin in der von Russland besetzten ukrainischen Hafenstadt Mariupol verurteilt.

20.03.2023

    Dieser Screenshot des russischen Staatsfernsehens soll Wladimir Putin während der Besichtigung der reparierten Philharmonie in Mariupol zeigen.
    Visite in der Dunkelheit: Wladimir Putin in Mariupol. (Screenshot / smotrim.ru)
    Russlands Staatschef habe nichts als Zynismus und mangelnde Reue erkennen lassen, schrieb der ukrainische Präsidentenberater Podoljak auf Twitter. Putin war bei Nacht in der Stadt gelandet und hatte diverse Orte wie etwa die neu errichtete Philharmonie besichtigt. Am Tag zuvor war er bereits anlässlich des neunten Jahrestags ihrer Annexion auf der ukrainischen Halbinsel Krim.
    Es war Putins erste Reise in das von Russland kontrollierte Gebiet im Donbass seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022. Die Stadt Mariupol war seit Kriegsbeginn unablässig von Russland bombardiert worden. Nach Angaben der Ukraine wurden 90 Prozent der Stadt zerstört und mindestens 20.000 Menschen getötet.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.