Tscherepowez
Ukrainischer Drohnenangriff auf russisches Chemiewerk, russischer Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen Ismajil

Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge mit Drohnen eine Chemiefabrik im Norden Russlands angegriffen.

    Ukrainische Soldaten bereiten den Start einer Langstreckendrohne an einem ungenannten Ort vor.
    Drohneneinsatz im Ukraine-Krieg (Symbolbild) (AP / dpa / Evgeniy Maloletka)
    Ein Militärvertreter schrieb auf dem Online-Dienst Telegram, Ziel sei ein Ammoniak-Werk in Tscherepowez gewesen. Die Stadt liegt mehrere hundert Kilometer nördlich von Moskau. Die Fabrik stelle jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen an Chemikalien her, die zur Produktion von Sprengstoff verwendet würden. Das russische Verteidigungsministeriums in Moskaus bestätigte die Angaben. Es habe in Tscherepowez einen Angriff auf einen Industriebetrieb gegeben, erklärte ein Sprecher.
    Wie das ukrainische Militär weiter mitteilte, wurde bei einem russischen ‌Drohnenangriff auf den ukrainischen Donau-Hafen Ismajil ein unter der Flagge Panamas fahrendes Schiff beschädigt. Auch seien mehrere Gebäude getroffen und teilweise zerstört worden.
    Über das orthodoxe Osterfest von Samstagnachmittag bis Sonntagabend hatten sich Russland wie die Ukraine weitgehend an eine Waffenruhe gehalten. Große Luftangriffe blieben aus.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.