Militärische Entwicklung im Nahen Osten
UNDP warnt vor Armutsgefahr für weitere 30 Millionen Menschen

Die militärische Entwicklung im Nahen Osten birgt laut UNO-Schätzungen für viele Menschen weltweit eine Armutsgefahr. In einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) heißt es, langfristig würden wirtschaftlich schwächere Länder darunter leiden, auch wenn sie räumlich weit vom eigentlichen Konflikt entfernt seien.

    Zu sehen ist ein blau-weißes Logo. Unter dem Symbol der Vereinten Nationen zu lesen sind die Buchstaben U,N,D und P.
    Das Logo des UNO-Entwicklungsprogramms UNDP (DIMITRIOS KAMBOURIS / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP)
    Im folgenschwersten Szenario könnten weitere 30 Millionen Menschen in Armut gedrängt werden. Neben der Golfregion selbst seien auch Länder in Asien, in Subsahara-Afrika sowie kleine Insel-Entwicklungsstaaten besonders anfällig.
    Weniger entwickelte Staaten haben demnach den geringsten finanzpolitischen Spielraum, um steigende Energie- und Lebensmittelpreise abzufedern. Sie müssten wählen zwischen stabilen Preisen heute und Investitionen in Gesundheit, Bildung und Arbeit in der Zukunft.

    Empfehlungen der UNDP

    Das UNO-Entwicklungsprogramm empfahl zeitlich begrenzte Bargeldtransfers an besonders armutsgefährdete Menschen. Auch seien zeitlich begrenzte und gezielte Subventionen und die Einführung von Gutscheinen zur Grundversorgung mit Strom oder Gas zum Kochen denkbar. Allgemeine Energiesubventionen indes würden vor allem wohlhabenderen Haushalten helfen und seien langfristig finanziell nicht nachhaltig.
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    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.