Donnerstag, 14.11.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteWirtschaft und GesellschaftSchere zwischen Arm und Reich wird größer21.01.2019

Ungleichheitsbericht von OxfamSchere zwischen Arm und Reich wird größer

Die soziale Ungleichheit nimmt laut der Hilfsorganisation Oxfam weltweit wieder zu. Demnach stiegen letztes Jahr die Vermögen der Milliardäre um zwölf Prozent, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung Einbußen von elf Prozent erlitt. Auch in Deutschland geht die Schere weiter auseinander.

Von Dietrich Karl Mäurer

Plattenbauten in der Innenstadt von Dessau. Foto: Wolfram Steinberg/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Plattenbauten in Dessau: Mehr Ungleichheit auch in Deutschland (dpa)
Mehr zum Thema

Rekordvermögen Dollar-Milliardäre werden mehr und reicher

Vermögensverteilung Weniger ungerecht, aber nicht gerecht

Armutsbericht Arm trotz Arbeit

Die Schere zwischen Arm und Reich wird weltweit wieder größer, so lässt sich der Bericht der Hilfsorganisation Oxfam zusammenfassen. So habe sich in den zehn Jahren seit der Finanzkrise die Zahl der Milliardäre weltweit nahezu verdoppelt. Allein im vergangenen Jahr seien ihre Vermögen um insgesamt rund 900 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Gleichzeitig könnten sich immer weniger Menschen aus extremer Armut befreien. In Teilen Afrikas steige die extreme Armut sogar wieder an.

Oxfam: Mehr Ungleichheit auch in Deutschland

Der Trend zu mehr Ungleichheit sei auch in Deutschland festzustellen. So hätten die deutschen Milliardäre ihr Vermögen im letzten Jahr um zwanzig Prozent gesteigert. Insgesamt verfüge das reichste Prozent der Bevölkerung über gleich viel Vermögen wie die 87 ärmeren Prozent.

Um die deutsche Gesellschaft gerechter zu gestalten, empfiehlt Oxfam einen höheren Mindestlohn sowie eine stärkere Belastung von Vermögenden, Konzernen, Erbschaften und hohen Einkommen. Generell könnten öffentliche Angebote in Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung dazu beitragen, Armut und Ungleichheit zu verringern.

Oxfam veröffentlicht den sogenannten Ungleichheitsbericht jedes Jahr vor dem Beginn des Weltwirtschaftsforums in der Schweiz.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk