
Frei führte es aus, es brauche die Kraft der ganzen Koalition, diese beidseitigen Kompromisse umzusetzen
. Es würde nicht überzeugend auf die Bevölkerung wirken, wenn bereits gefundene Einigungen leichtfertig aufs Spiel gesetzt würden. Der CDU-Politiker sprach dabei von den größten Reformen der vergangenen Jahrzehnte. Mit Blick auf die geplante Rentenreform sprach Frei von einem fein austarierten Kompromiss, bei dem man nicht einzelne Elemente herauslösen könne.
SPD pocht auf Nachverhandlungen
Aus den Reihen des Koalitionspartners SPD wurden die vereinbarten Reformen nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt in Frage gestellt. Parteichef Klingbeil erklärte, man wolle grundsätzlich an den Reformplänen der Bundesregierung festhalten. Kurskorrekturen seien aber nicht ausgeschlossen. Man müsse für wirkliche Verbesserungen sorgen - in der Rente, in der Pflege und im Gesundheitssystem, sagte er im ARD-Fernsehen. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Schweitzer betonte, die Politik der Bundesregierung trage keinen geringen Anteil am Wahlausgang. Über die anstehenden Reformen müsse diskutiert werden.
Fratzscher warnt: Nicht die falschen Schlüsse ziehen
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, warnte die Bundesregierung vor einem Abrücken von Reformen.
Fratzscher sagte im Deutschlandfunk, die Politik dürfe aus Wahlergebnissen nicht den Schluss ziehen, den Bürgern notwendige Veränderungen nicht mehr zumuten zu können
. Er befürchte, dass angekündigte Reformen nun ausbleiben könnten. Das wiederum werde wirtschaftliche Probleme verschärfen und Arbeitsplätze kosten, warnte Fratzscher. Ähnlich äußerten sich auch Wirtschaftsverbände.
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Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






