Bürgerkrieg
UNO: Fast 50.000 Menschen durch Eskalation in Syrien in die Flucht getrieben

Die jüngste Eskalation im syrischen Bürgerkrieg hat nach UNO-Angaben fast 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen berät heute in einer Sondersitzung über die Lage im Nordwesten des Landes.

    Syrien, Idlib: Dieses Foto der Weißhelme des syrischen Zivilschutzes, das anhand seines Inhalts und anderer AP-Berichte authentifiziert wurde, zeigt syrische Einwohner, die sich in der Nähe von zerstörten Gebäuden versammeln, nachdem syrische Regierungstruppen die Stadt Idlib angegriffen haben.
    Die Armee und russische Einheiten in Syrien haben ihre Angriffe verstärkt. (Uncredited / Syrian Civil Defense / Uncredited)
    Ein Sprecher des US-Außenministeriums bekräftigte die Rufe nach Deeskalation. Alle Staaten müssten "ihren Einfluss geltend machen". Im Norden Syriens hatten Rebellen in der vergangenen Woche eine Offensive gegen das Regime von Machthaber Assad gestartet und überraschend die zweitgrößte Stadt Aleppo weitgehend eingenommen. Die Rebellen bestehen aus unterschiedlichen Gruppierungen. Angeführt werden sie von der Dschihadisten-Miliz HTS.
    Assad kündigte eine Gegenoffensive an. Er wird von Russland und dem Iran unterstützt. Deren Außenminister sowie ihr Kollege aus der Türkei wollen sich am Wochenende in Katar treffen, um über die Lage in Syrien zu sprechen. Heute meldeten die syrischen Regierungstruppen einen militärischen Erfolg. So seien etwa Versuche der Aufständischen abgewehrt worden, in Gebiete nördlich der Stadt Hama vorzudringen.
    Diese Nachricht wurde am 03.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.