Afrika
UNO: Kongo-Rebellen rücken auf weitere Provinzhauptstadt vor

In der Demokratischen Republik Kongo rücken die Rebellen der M23-Miliz nach Angaben der Vereinten Nationen auf eine weitere Provinzhauptstadt vor. Der Leiter der UNO-Friedenseinsätze, Lacroix, sagte in New York, die von Ruanda unterstützten Aufständischen befänden sich derzeit etwa 60 Kilometer nördlich der Stadt Bukavu und schienen sich schnell zu bewegen.

    In einem dunklen Pickup sitzen zwei Rebellen; zwei weitere stehen hinten auf der Ladefläche. Das Auto fährt auf einer Straße an einer Mauer entlang.
    Kämpfer der Rebellenmiliz M23 in der Stadt Goma. (AP / Brian Inganga)
    In der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu leben mehrere hunderttausend Menschen. Die UNO bringt den Angaben zufolge ihre Mitarbeiter in der Region in Sicherheit.
    Erst vor wenigen Tagen hatten die die M23-Rebellen Goma eingenommen, die Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Von dort kamen zahlreiche Berichte über Tötungen, Vergewaltigungen, Plünderungen und Angriffe auf Flüchtende. Bei den Kämpfen der Aufständischen mit Armeeeinheiten zwischen dem 26. und 30. Januar wurden laut Schätzungen der Vereinten Nationen insgesamt etwa 700 Menschen getötet.
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.