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Uraufführungen des Ensembles LUX:NMKontrastreiches

Am Anfang spielt jeder Musiker für sich allein. Später produzieren sie gemeinsam "lautes Geschrei" – so der Berliner Komponist Eres Holz über sein neues Ensemblestück "hautwärts". Das Klingende rebelliert, reibt sich an Grundsätzlichem. Die Formation LUX:NM hat es Ende 2019 in Berlin uraufgeführt.

Am Mikrofon: Hanno Ehrler | 28.06.2020

Hinter drei vertikalen Metallstangen ist ein nackter oberer Rückenausschnitt eines Menschen zu sehen, der seine Finger in die Schultern presst
Die menschliche Haut - Sinnbild von Schutzbedarf und Verletzbarkeit (Deutschlandradio / Hanno Ehrler)
Eres Holz
hautwärts (UA)
Daniel Brandt & LUX:NM
Cosmic Fragments (UA)
Jan Brauer & LUX:NM
Telegram (UA)
Ensemble LUX:NM
Ruth Velten, Saxophon
Florian Juncker, Posaune
Silke Lange, Akkordeon
Vitaly Kyianytsia, Klavier
Zoé Cartier, Violoncello
Martin Offik, Klangregie
Nikolaus Neuser, Trompete a.G.
Jan Brauer, Sonddesign a.G.
Im Stück "hautwärts" – ein Auftragswerk der Berliner Formation LUX:NM – möchte Komponist Eres Holz den emotionalen Kern seiner Hörer und Hörerinnen direkt ansprechen. Holz verwendet nicht-tonale Klänge und Mikrotöne, aber seine Musik ist nicht abstrakt, sie wirkt existenziell und greift tief in Bereiche des Seelischen.
Auch das Trio "Brand Brauer Frick" möchte Musik machen, die für sich spricht. Die man hören kann, ohne tiefere Kenntnis von neuer Musik zu besitzen. Anders als im Falle von Eres Holz verwoben Jan Bauer, Daniel Brandt und die Musiker des Ensembles LUX:NM elektronische und analoge Improvisationen zu ätherischen Klangbändern.
Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhören.