
+++ Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt.
In den kommenden Tagen würden die Aktionen intensiver und umfangreicher sein, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das Kommando-Hauptquartier. Zugleich berichtete das iranische Militär über Drohnenangriffe auf eine Radarstation in Israel und einen Luftwaffenstützpunkt. Zudem seien US-Basen in Kuwait sowie im irakischen Erbil attackiert worden. Im Iran selbst habe es in der Stadt Schiras im Süden des Landes bei Angriffen mindestens 20 Tote und 30 Verletzte gegeben. Das israelische Militär sprach von einer nächste Phase in dem Krieg, bei der es vor allem um die Zerschlagung des iranischen Regimes gehe. Das US-Militär erklärte am siebten Tag des Krieges, Hauptanliegen sei es jetzt, die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion zu zerstören.
+++ Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad nehmen ihren Betrieb in begrenztem Umfang wieder auf.
Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Ziele zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris. Die Sicherheitslage bleibe jedoch fragil.
+++ Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat der provisorische Führungsrat die Nachfolgefrage erörtert.
Wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht, befasste sich das Gremium damit, eine Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers einzuberufen. Wann dies geschehen wird, ist unklar. Irans Staatsoberhaupt Chamenei - die höchste geistliche und politische Instanz des Landes - war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt sein zweitältester Sohn Modschtaba.
+++ Die USA melden mehr als 30 versenkte iranische Kriegsschiffe.
Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilte das Militär mit. Der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, Admiral Cooper, erklärte, die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen.
+++ US-Abgeordnete stimmen mehrheitlich gegen Mitspracherecht im Iran-Krieg.
In den USA hat das Repräsentantenhaus dem von Präsident Trump befohlenen Militäreinsatz gegen den Iran vorerst keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung über einen Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, erhielt nicht genug Stimmen. Auch vier oppositionelle Demokraten stimmten dagegen. Ein ähnlicher Antrag war zuvor bereits im Senat an der republikanischen Mehrheit gescheitert.
Nach Auffassung des Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Johnson, befinden sich die USA nicht im Krieg mit dem Iran. Vielmehr führten die amerikanischen Streitkräfte einen Einsatz aus, der in Umfang und Dauer begrenzt sei, argumentierte der Republikaner. Allerdings hatte Trump das Wort "Krieg" im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran selbst bereits verwendet.
+++ Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen.
Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden "nicht ohne Reaktion bleiben", drohte die Schiiten-Organisation. Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch der neuen Gewalt. Israels Armee hatte zuvor ihrerseits die Bewohner mehrerer dicht besiedelter Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut aufgefordert, diese zu verlassen.
+++ Bahrain, Katar und Saudi-Arabien melden iranische Angriffe.
Bahrains Innenministerium teilte mit, es seien ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei seien Sachschäden entstanden. Erst gestern hatte ein iranischer Raketenangriff einen Brand in der wichtigsten staatlichen Ölraffinerie Bahrains ausgelöst, der gelöscht werden konnte. Derweil erklärte Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium, man habe in der Nacht drei ballistische Raketen abgefangen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden seien. Katar wiederum meldete einen abgewehrten Drohnenangriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid. Nach einem einem Bericht des "Wall Street Journal" erwägen die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren.
+++ Der CSU-Vorsitzende Söder wirft der Bundesregierung zu wenig Einsatz bei der Rückholung gestrandeter deutscher Touristen aus der Golfregion vor.
Es seien zu wenig Flugzeuge im Einsatz, sagte Söder dem Sender "Welt-TV". Zudem sei der Anfang der Rückholaktion zäh gewesen. Man solle prüfen, ob nicht doch auch Bundeswehrmaschinen helfen könnten, führte Bayerns Ministerpräsident aus. Oberste Pflicht eines Staates sei es, die eigenen Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen. Außenminister Wadephul kündigte inzwischen eine Ausweitung der Rückholungen auf Saudi-Arabien an.
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
