"Interview der Woche"
US-Beauftragte für Holocaust kritisiert Geschichts-Verzerrung

Die Sondergesandte der US-Regierung für Holocaustfragen, Germain, sieht in der Verzerrung und Verfälschung der Geschichtsdarstellung über die Shoah eine der größten Herausforderungen.

    Ein Zaun und ein Wachturm sind an der Gedenkstätte eines Konzentrationslagers zu sehen
    Blick auf die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau (picture alliance / Sven Hoppe)
    Im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks nannte sie als Beispiel mit künstlicher Intelligenz generierte Fotos und Videos, die Konzentrationslager wie Ferienanlagen aussehen ließen. So werde etwa behauptet, dass die Shoah „gar nicht so schlimm“ gewesen sei. Germain erklärte, man müsse solchen „Geschichtsrevisionismus“ bekämpfen. Es gebe Tendenzen, die historische Darstellung des Holocausts umzuschreiben, die Verantwortung dafür herunterzuspielen und die Verbrechen auf andere abzuwälzen.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.