FCC
US-Medienaufsichtsbehörde droht Sendern wegen Iran-Berichterstattung mit Lizenzentzug

Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC hat Radio- und Fernsehsendern vor dem Hintergrund des Iran-Krieges mit dem Entzug ihrer Lizenz gedroht. FCC-Chef Carr schrieb auf X, alle Sendeanstalten, die Fake News verbreiteten, hätten jetzt die Chance, ihren Kurs zu korrigieren.

    Das Foto zeigt Brendan Carr, den Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC.
    FCC-Chef Brendan Carr droht Sendern mit dem Lizenzentzug, wenn sie nicht wie gewünscht berichten. (picture alliance / Sipa USA / Sipa USA)
    Die Sender müssten im öffentlichen Interesse handeln - oder sie verlören ihre Lizenz. Carr fügte seiner Nachricht einen Screenshot eines Posts von Präsident Trump hinzu, in dem sich dieser über die Berichterstattung zum Iran-Krieg beklagt. Die Stiftung "Fire", die sich für Meinungsfreiheit einsetzt, reagierte besorgt. Wenn die Regierung die Medien dazu zwinge, unter Strafandrohung zum Sprachrohr des Staates zu werden, dann laufe etwas gewaltig schief.
    Die US-Regierung geht seit Monaten gegen Medien vor, die aus ihrer Sicht zu kritisch berichten. Auch Trump hat unliebsamen Sendern, darunter ABC und NBC, bereits mit dem Entzug der Lizenz gedroht.
    Die wichtigsten Entwicklungen zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten gibt es in unserem Newsblog.
    Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.