
Trump erklärte auf seiner Onlineplattform, er werde Petro "in naher Zukunft" im Weißen Haus empfangen. Der kolumbianische Präsident habe angerufen, um über die Situation in Bezug auf Drogen und andere Meinungsverschiedenheiten zu sprechen. Das Telefonat sei freundlich verlaufen.
Zuvor hatte Petro das militärische Vorgehen der USA in Venezuela kritisiert und Washington beschuldigt, den venezolanischen Staatschef Maduro ohne rechtliche Grundlage entführt zu haben. Trump wiederum sagte nach der Gefangennahme Maduros, auch Petro solle sich in Acht nehmen. Er warf dem Präsidenten vor, dass in Kolumbien Drogen hergestellt und in die USA verkauft würden.
US-Regierung übt Kontrolle über Venezuelas Wirtschaft aus
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela übernehmen die USA nach eigenen Angaben weitgehend die venezolanische Wirtschaft. Die Trump-Regierung erklärte, sie habe die Kontrolle über die finanziellen Mittel des südamerikanischen Landes. Venezuela habe zugestimmt, die Erlöse aus dem eigenen Ölverkauf ausschließlich für den Kauf US-amerikanischer Waren zu verwenden.
Bundesregierung äußert sich erstmals kritisch zu US-Vorgehen
Die Bundesregierung hat das US-Vorgehen in Venezuela erstmals kritisiert. Regierungssprecher Kornelius sagte in Berlin, die USA hätten im UNO-Sicherheitsrat nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform gewesen sei. Unmittelbar nach der Militäraktion hatte die Bundesregierung sich noch zurückhaltend geäußert und auf einen komplexen Sachverhalt verwiesen.
Hör-Tipp
US-Angriff auf Venezuela: Gilt jetzt das Recht des Stärkeren?
Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
