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StartseiteThemaDiese US-Demokraten könnten Trump herausfordern 11.02.2020

US-Präsidentschaftswahl 2020Diese US-Demokraten könnten Trump herausfordern

Wer tritt im November 2020 gegen US-Präsident Donald Trump an? Noch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen US-Demokraten offen. Das Feld der Bewerber und Bewerberinnen ist vielfältig wie nie zuvor. Die aussichtsreichsten Kandidaten im Überblick.

Debatte der US-Demokraten im Januar 2020. Auf dem Bild die bislang aussichtsreichsten Kandidaten: Senatorin Elizabeth Warren, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden sowie Senator Bernie Sanders. (picture alliance / AP Photo / Patrick Semansky)
Debatte der US-Demokraten im Januar 2020. Auf dem Bild die bislang aussichtsreichsten Kandidaten: Senatorin Elizabeth Warren, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden sowie Senator Bernie Sanders. (picture alliance / AP Photo / Patrick Semansky)
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Die nächsten US-Präsidentschaftswahlen finden turnusgemäß am 3. November 2020 statt. Vorgeschaltet sind die Primaries, die Vorwahlen der beiden großen Parteien zur Bestimmung der Präsidentschaftskandidaten in den 50 Bundesstaaten. Dabei schien bei den Republikanern bereits im September 2019 die Kandidatur von Amtsinhaber Donald Trump derart klar, dass die Vorwahl der Republikaner als Formsache gilt.

Unübersichtlicher ist die Lage bei den oppositionellen Demokraten. Zeitweise hatten mehr als 20 Politikerinnen und Politiker der Demokraten Interesse an einer Kandidatur bekundet. Das Bewerberfeld war so weit, divers und weiblich wie nie zuvor in der Geschichte der Partei. Zum zentralen Forum des Vorwahlkampfs der Demokraten wurden Fernsehdebatten: entscheidende Gelegenheit, sich vor einem nationalen Publikum unter Beweis zu stellen. Nach den ersten beiden Debatten stiegen mehrere Kandidaten aus, da sie ihre Chancenlosigkeit erkennen mussten. Elf Bewerber sind noch im Rennen:

Mit elf Bewerberinnen und Bewerbern bleibt die Kandidatur aber hart umkämpft. Nach den Vorwahlen in Iowa folgt am 3. März der sogenannte Super Tuesday. An diesem Tag finden in mehreren Bundesstaaten Vorwahlen statt. Der Präsidentschaftskandidat wird schließlich auf dem Wahlparteitag der Demokraten in Milwaukee bestimmt (13.06. bis 16.06.2020).

  (imago images/UPI Photo/Kevin Dietsch) (imago images/UPI Photo/Kevin Dietsch)Demokratie in Amerika - Erosion oder Neubeginn? 
Am 3. November 2020 steht in den USA die nächste Präsidentschaftswahl an. Kommt es zur Regeneration der Demokratie oder zur Vollendung der Autokratie?

Diese US-Demokraten haben die größten Chancen auf eine Präsidentschaftskandidatur:

Pete Buttigieg

Der Bewerber für die US-Demokraten, Pete Buttigieg, steht hinter einem Rednerpult bei einer Wahlveranstaltung. (imago images / ZUMA Press)Der Bewerber für die US-Demokraten Pete Buttigieg (imago images / ZUMA Press)

Der Veteran des Afghanistankrieges, Oxford-Absolvent und Bürgermeister aus Indiana war zum Zeitpunkt seiner Bewerbung national weitgehend unbekannt. Für Gesprächsstoff sorgte der 38-Jährige zunächst mit der fraglichen Aussprache seine Namens (ungefähr Bu-ti-dschidsch.) Würde er die Wahl 2020 gewinnen, wäre er der jüngste und der erste offen homosexuelle Präsident der US-Geschichte. Völlig Überraschend ging er als Sieger der ersten Vorwahl in Iowa hervor und liegt, wenn auch hauchdünn vor Bernie Sanders.

Bernie Sanders

Der US-Politiker und ehemalige Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders spricht am 31.05.2017 in Berlin im Ullstein-Verlag mit einem Journalisten der Deutschen Presse-Agentur dpa. Foto: Kay Nietfeld/dpa | Verwendung weltweit (dpa/Kay Nietfeld)Der US-Politiker und ehemalige Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders (dpa/Kay Nietfeld)

Bernie Sanders rivalisiert mit Elizabeth Warren um die Gunst des progressiven Lagers. Der selbsterklärte demokratische Sozialist hat es schon einmal versucht: im Vorwahlkampf der Demokraten 2016 sorgte Sanders für Furore, unterlag dann aber Hilary Clinton. Nun will es der 78-Jährige noch einmal wissen. Er hält sich in den Umfragen seit Langem wacker auf Platz drei hinter Biden und Warren - und sammelte unerwartet viel Wahlkampfspenden: 61,5 Millionen in den acht Monaten nach Bekanntgabe seiner Kandidatur.

Von einem Herzinfarkt am 5. Oktober erholte sich Sanders offenbar schnell. Nach wenigen Tagen im Krankenhaus ging es ihm nach eigenem Bekunden "großartig" und er führte seinen Wahlkampf fort.

Joe Biden

Biden spricht in Pittsburgh  (AP)Prominentester und politisch erfahrenster Bewerber der Demokraten: Joe Biden (AP)

Lange Zeit standen alle Zeichen auf Barack Obamas Vizepräsidenten. Der 76-Jährige führte in den Umfragen unangefochten. Obwohl eine Reihe von verbalen Fehltritten und Patzern bei den TV-Debatten manche Beobachter fragen ließ, ob der Senator zu alt und nicht ausreichend robust für die Bewerbung und das Amt sei.

Allerdings ließen die Ukraine-Affäre um Donald Trump und Bidens Sohn Hunter seinen Vorsprung schmelzen und Konkurrentin Elizabeth Warren aufholen.

Elizabeth Warren

21. August 2019: Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren bei einer Veranstaltung in Los Angeles (picture alliance / ZUMA Press / Scott Mitchell) (picture alliance / ZUMA Press / Scott Mitchell)

Die Senatorin aus Massachusetts warf im Januar 2019 als erste prominente Politikerin der Demokraten ihren Hut in den Ring. Sie ist ein Aushängeschild des linken Flügels und besonders scharfe Kritikerin Trumps. Nun macht sie die Berater Joe Bidens zunehmend nervös.


Michael Bloomberg

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg spricht im Februar 2019 auf einer Konferenz zur Waffenkontrolle in Las Vegas (AP / John Locher)Will ins Rennen ums Weiße Haus einsteigen: der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg (AP / John Locher)

Der Medienunternehmer und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hatte noch im März 2019 eine Bewerbung ausgeschlossen. Schließlich gab er dann Ende November 2019 doch bekannt, dass er für die Demokraten gegen Donald Trump antreten wolle. Der 77-jährige Milliardär, der einst das nach ihm benannte Finanz- und Medienunternehmen gegründet hatte, kündigte an, dass er keine Spenden annehmen werde und im Falle eines Wahlsieges auf das Präsidenten-Gehalt verzichten wolle.

Einige seiner Kontrahenten bei den Demokaten hatten schon Anfang November 2019 deutlich gemacht, was sie von seiner Kandidatur halten. Elizabeth Warren sagte in einem TV-Interview, "in der Demokratie gehe es nicht darum, dass Leute reinkommen und Wahlen kaufen". Noch expliziter rief Bernie Sanders: "Heute Abend sagen wir zu Michael Bloomberg und anderen Milliardären: Sorry, ihr werdet diese Wahl nicht kaufen".

Kampagne von Michael Bloomberg bei den Vorwahlen der Demokraten 2020 (picture alliance / ZUMA Wire / Beth Schneider) (picture alliance / ZUMA Wire / Beth Schneider)Demokraten: Bloombergs angekündigte Kandidatur schwächt Biden
Multimilliardär und ehemaliger Bürgermeister von New York, hat angekündigt, sich als demokratischer Kandidat für die Präsidentschaftswahlen zu bewerben. Sein erklärtes Ziel: Donald Trump aus dem Amt zu jagen. Viele Demokraten reagieren jedoch mit Skepsis.

Michael Bennet

LAS VEGAS, NEVADA, 17.NOVEMBER 2019: Michael Bennet, Senator aus Colorado will 2020 Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten werden. Hier bei einer Wahlkampfveranstaltung der Nevada-Demokraten ((Getty AFP/David Becker)Michael Bennet, Senator aus Colorado ((Getty AFP/David Becker)

Der 55-Jährige wurde als Sohn eines Diplomaten in Neu-Delhi geboren. Inzwischen ist er langjähriger Senator von Colorado. Früher war er Schul-Dezernent in seiner Heimatstadt Denver. Schul- und Bildungspolitik sind denn auch Kernthemen seiner Kampagne.

Amy Klobuchar

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Amy Klobuchar verlässt lachend eine Veranstaltung in Texas   (Getty Images / North America / Justin Sullivan)Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Amy Klobuchar (Getty Images / North America / Justin Sullivan)

59, Senatorin aus Minnesota. Sie gibt sich als Versöhnerin, die das tief gespaltene Land vereinen will und zielt damit vor allem auf die "Swing States" in der Landesmitte. So richtig zünden wollte ihr Wahlkampf allerdings bisher nicht.

Andrew Yang

TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in Houston: Andrew Yang bei seinem Abschluss-Statement ((AP/David J. Phillip))Andrew Yang ((AP/David J. Phillip))

Der Geschäftsmann taiwanischer Herkunft ist Neuling in der Politik. Die zentrale Forderung des 44-Jährigen beschert ihm eine gewisse Aufmerksamkeit: ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger von 1.000 Dollar monatlich. Vor allem in den sozialen Medien begeistert er seine Anhängerschaft.

Tulsi Gabbard

Die Bewerberin um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii, bei einer Wahlkampveranstaltung der emokraten in South Carolina. Sean Rayford/Getty Images/AFP (Getty/AFP/ Sean Rayford)Die Bewerberin um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii (Getty/AFP/ Sean Rayford)

Die Irakkrieg-Veteranin sitzt für Hawaii im Repräsentantenhaus. Sie hatte ursprünglich die Kandidatur von Bernie Sanders unterstützt, bis sie im Februar 2019 ihre eigene Bewerbung erklärte. Als zentrales politisches Anliegen nennt die 38-jährige Hinduistin eine Strafrechtsreform und Klimafragen. Für ihre frühere Haltung gegen LGBT-Rechte bat sie zwischenzeitlich um Entschuldigung. Einen Dämpfer erlitt Gabbards Kampagne, als sie an der Zulassung zur dritten Fernsehdebatte scheiterte. Gabbard drohte mit Boykott der vierten Debatte und verband dies mit Kritik an der demokratischen Parteispitze.

Tom Steyer

Tom Steyer, einer der Kandidaten der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 (picture alliance / ZUMA Wire / Richard Ellis)Tom Steyer, einer der Kandidaten der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 (picture alliance / ZUMA Wire / Richard Ellis)

Der kalifornische Philanthrop und ehemalige Hedgefonds-Manager stieg erst im Sommer 2019 ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ein. Seit 2017 wirbt der Milliardär mit Werbespots und Reden für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Zudem hat der 62-Jährige eine Organisation gegründet, die sich für mehr Klimaschutz engagiert. 

Deval Patrick

FILE - In this Dec. 15, 2014, file photo, Massachusetts Gov. Deval Patrick speaks during an interview at his Statehouse office in Boston. Following the midterm elections, Democrats pondering 2020 presidential bids are pivoting from campaigning for other candidates across the country to refocusing on their own efforts, including making moves in early-voting states like South Carolina. Former Massachusetts Patrick is set to deliver a keynote address on Friday, Nov. 16, 2018, at an Urban League fundraiser in Charleston. (AP Photo/Elise Amendola, File) | (AP Photo/Elise Amendola)Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick (AP Photo/Elise Amendola)

Noch später als Bloomberg stieg ein weiterer Aspirant ins Präsidentschaftsrennen ein: Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, hat seine Bewerbung um die US-Präsidentschaftsnominierung der Demokratischen Partei in einem Online-Video offiziell bekanntgegeben. Er betonte dabei seine Kindheit in Armut in Chicago. Der beliebte erste schwarze Gouverneur von Massachusetts gilt als politisch moderat und enger Vertrauter Barack Obamas.

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