Missbrauchsskandal
US-Regierung veröffentlicht Epstein-Akten nur zum Teil und geschwärzt - Demokraten vermuten "Vertuschung"

Die bisher veröffentlichten Ermittlungsakten im Fall Epstein lassen keine neuen Schlüsse zu einer möglichen Verwicklung prominenter Personen in den Missbrauchsskandal zu.

    Teilweise geschwärzte Seiten zeigen die Vorladung der New Yorker Grand Jury im Rahmen der Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell.
    Teilweise geschwärzte Seiten zeigen die Vorladung der New Yorker Grand Jury im Rahmen der Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. Das US-Justizministerium hat sie jetzt veröffentlicht. (AP / Jon Elswick)
    Zu diesem Ergebnis kommt die "New York Times". Ein großer Teil der Gerichtsakten und Fotos war vor der Freigabe durch das US-Justizministerium geschwärzt worden. Zudem wurden nicht alle Ermittlungsakten veröffentlicht. Das Ministerium begründete diese gesetzeswidrige Verzögerung mit Auflagen zum Schutz von Persönlichkeitsrechten. Die Demokratische Partei warf der Regierung Trump Vertuschung vor.
    Trump war durch eine frühere Freundschaft mit Epstein in den Verdacht geraten, von den Taten des später verurteilten Sexualstraftäters gewusst zu haben. In den nun veröffentlichten Akten tauchen keine weiteren Hinweise auf Trump auf, dafür aber zahlreiche, uneindeutige Fotos von dem früheren Präsidenten Clinton. Dessen Sprecher warf dem Weißen Haus vor, von dem Verdacht gegen Trump ablenken zu wollen. Clinton habe von Epsteins Missbrauchsring nichts gewusst.
    Diese Nachricht wurde am 20.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.