Iran-Krieg
US-Vizepräsident Vance will nach Pakistan reisen - Fortsetzung der Verhandlungen mit Teheran aber weiter ungewiss

Ungeachtet der Unsicherheit bezüglich neuer Verhandlungen über eine Waffenruhe im Iran-Krieg will US-Vizepräsident Vance heute offenbar nach Pakistan reisen. Dies berichten amerikanische Medien. Vance soll am Verhandlungsort Islamabad die US-Delegation anführen.

    US-Vizepräsident JD Vance spricht vor dem Einsteigen in ein Flugzeug mit der Presse.
    Reist er erneut nach Islamabad? US-Vizepräsident JD Vance - hier vor der Abrise zur ersten Verhandlungsrunde am 10. April. (AP / Jacquelyn Martin)
    Pakistan hat die Gespräche vermittelt. Allerdings hatte der Iran seine Teilnahme zuletzt in Frage gestellt und dies unter anderem mit der andauernden US-Blockade seiner Häfen im Persischen Golf begründet.
    US-Präsident Trump hatte gestern mitgeteilt, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Er droht dem Iran ansonsten mit weiteren zerstörerischen Angriffen. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf erklärte dagegen, er akzeptiere keine Verhandlungen unter dem Eindruck von Drohungen.

    Vorwürfe des Iran

    Der iranische Außenminister Araghtschi machte den USA in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen Dar neue Vorwürfe, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Die Provokationen, die Drohrhetorik und die Verstöße der USA gegen die Waffenruhe - insbesondere durch Angriffe auf iranische Handelsschiffe - seien ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses, so Araghtschi. Eine neue Verhandlungsrunde schloss er jedoch nicht explizit aus.
    Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.