Nahost
USA, Iran und Vermittler Pakistan bestätigen Einigung auf Rahmenabkommen für Kriegs-Ende, Teheran pocht jedoch auf Einschluss des Libanon

Pakistan hat als Vermittler den Abschluss einer Absichtserklärung für ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran verkündet.

    Das Bild zeigt die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika und die Flagge des Iran nebeneinander in einer Kombo.
    Die Flaggen der Kriegsparteien USA und Iran (picture alliance / Kyodo)
    Premierminister Sharif teilte mit, das Papier solle am kommenden Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Es werde aber im Laufe dieser Woche noch eine Reihe weiterer Treffen geben. US-Präsident Trump erklärte, die Einigung mit dem Iran sei jetzt vollständig. Auch werde die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt nach der Unterzeichnung aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Irans Außenministerium bestätigte, dass die Kriegshandlungen beendet werden sollen. Zugleich pochte Teheran aber darauf, dass dies auch für die Gefechte im Libanon gelten müsse. Zunächst war unklar, ob sich Israel in seinem Kampf gegen die Hisbollah-Miliz an diese Vereinbarung gebunden fühlt.

    60-Tage-Frist für endgültiges Abkommen

    Während sich Pakistan und die USA mit Details zum ausgehandelten Papier zurückhielten, hat der Iran erste Einzelheiten bekanntgegeben. Nach Darstellung der Nachrichtenagentur Mehr soll die Straße von Hormus nach ihrer Wiederöffnung und dem Ende der US-Seeblockade weiterhin unter der Kontrolle Teherans bleiben. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene Milliarden-​Gelder des Regimes freigegeben werden. Für die anschließenden Verhandlungen über ein endgültiges Friedensabkommen sind demnach 60 Tage vorgesehen.
    Teherans Verlautbarung zufolge soll zwar auch über das iranische Nuklearprogramm, nicht aber eine weitere Unterstützung von Hisbollah, Hamas und Huthis gesprochen werden. Ein endgültiges Abkommen solle darüber hinaus durch eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates gebilligt werden.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.