
Mittwoch, 4. März
+++ Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Röwekamp, hält Hilfe der Deutschen Marine bei der Sicherung der Straße von Hormus für denkbar.
Deutschland habe bewiesen, dass es die Freiheit der Seewege und des Handels auch international absichern könne, sagte der CDU-Politiker im Sender Welt TV. Eine Beteiligung der Marine sei aber nur auf der Grundlage einer internationalen Mission möglich, betonte Röwekamp. Die Freiheit der Meere sei ein anerkanntes Recht. Deswegen sei die Forderung, dass die Straße von Hormus für die zivile Schifffahrt freigehalten werden müsse, nachvollziehbar und begründet.
+++ US-Verteidigungsminister Hegseth hat nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans eine Untersuchung angekündigt.
"Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir das untersuchen", sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz zur US-Militäroperation gegen den Iran. "Wir greifen natürlich niemals zivile Ziele an."
Der Minister äußerte sich damit zu Medienberichten über einen Angriff auf eine Schule am Samstag. Den Berichten zufolge wurden mehr als 160 Menschen getötet, die meisten davon Kinder. Die Schule liegt nahe einer Anlage der Revolutionsgarden.
+++ Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran ausweiten.
Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigt US-Generalstabschef Dan Caine an. Er begründet dies damit, dass der Iran im Verlauf des Krieges weniger Raketen und Drohnen abfeuere. Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Irans und seine Marine angegriffen.
+++ Die USA haben nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas versenkt.
Verteidigungsminister Hegseth teilte mit, ein amerikanisches U-Boot habe die Fregatte angegriffen. Zuvor hatte es bereits Berichte über eine Explosion auf dem Schiff gegeben. Das Außenministerium in Sri Lanka teilte mit, dass mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet worden seien. Die Marine Sri Lankas erklärte, sie habe 32 Menschen gerettet. Insgesamt hätten sich 180 Personen an Bord der Fregatte "Iris Dena" befunden. Das Schiff der iranischen Marine ist unter anderem mit Boden-Luft-Raketen und Torpedos bewaffnet.
+++ Der Krieg gegen den Iran wird teuer für die israelische Wirtschaft.
Nach Schätzung des Finanzministeriums dürfte er wöchentlich mehr als neun Milliarden Schekel (2,5 Milliarden Euro) kosten. Grundlage dieser Schätzung sind die derzeit geltenden Beschränkungen durch den Zivilschutz. Diese sehen unter anderem Einschränkungen im Berufsleben, Schulschließungen, das Verbot von Versammlungen und die Mobilisierung von Reservisten vor.
+++ Im Zuge des Kriegs mit dem Iran geraten iranisch-kurdische Gruppen im benachbarten Irak zunehmend ins Visier Teherans.
Die irakische Partei der Freiheit Kurdistans (PAK), eine Partei iranischer Kurden, meldete einen Angriff mit Raketen und Drohnen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe. Schon vor einigen Tagen hatte ein PAK-Sprecher dem Nachrichtensender Alhurra von iranischen Drohnenangriffen auf Büros von Kurdenparteien im Irak berichtet. Irans Revolutionsgarden stufen viele dieser Gruppen im Irak als "Terrorgruppen" ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge systematisch unterdrückt und verfolgt.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Flughafen Mehrabad in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.
Es seien dort "Verteidigungs- und Aufklärungssysteme" der iranischen Führung außer Gefecht gesetzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Diese hätten eine Bedrohung für Flugzeuge der israelischen Luftwaffe dargestellt.
Der Flughafen Mehrabad wird vor allem für Inlandsflüge genutzt. Er verfügt über einen militärischen Teil und dient als Basis der Regierungsflotte. Der internationale Flughafen befindet sich rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
