Angedrohter Vergeltungsschlag
USA warnen den Iran vor Angriff auf Israel

Die US-Regierung hat den Iran nach übereinstimmenden Medienberichten vor einem weiteren Angriff auf Israel gewarnt. Wie der zur "Jerusalem Post" gehörende Onlinedienst "Walla" berichtet, ist die US-Regierung über Schweizer Diplomaten mit dem Iran in Kontakt getreten.

    Bildkombo: Ebrahim Raisi, Präsident des Iran, und Joe Biden, Präsident der USA.
    Die US-Regierung hat dem Iran eine seltene Warnung zuteil werden lassen. (Iranian Presidency/Alex Brandon/dpa)
    Im Falle eines iranischen Angriffs könne Washington die Regierung in Jerusalem nicht erneut dazu bewegen, sich auf einen vergleichsweise begrenzten Gegenschlag zu beschränken, habe es in der Warnung geheißen. Auch die US-Nachrichtenseite "Axios" berichtet über den seltenen Kontakt zwischen den beiden verfeindeten Ländern USA und Iran.
    Irans Religionsführer Ajatollah Chamenei hatte nach den jüngsten militärischen Konfrontationen seinen Erzfeinden Israel und den USA mit einer entschiedenen Antwort gedroht. Ob damit auch ein militärischer Gegenschlag auf den israelischen Vergeltungsangriff vor einer Woche gemeint war, blieb bislang offen. Israel hatte in der vergangenen Woche mehrere Militäranlagen und das Flugabwehrsystem im Iran angegriffen. Damit reagierte es auf eine Attacke des Irans mit rund 200 Raketen Anfang Oktober.

    US-Langstreckenbomber in der Region eingetroffen

    Angesichts der starken Spannungen im Nahen Osten haben die USA Langstreckenbomber in die Region verlegt. Bomber vom Typ B-52 Stratofortress seien "im Verantwortungsbereich" des US-Zentralkommandos für den Nahen Osten und die angrenzenden Länder (Centcom) eingetroffen, erklärte das Centcom. Zuletzt hatte US-Verteidigungsminister Austin die Entsendung zusätzlicher Kriegsschiffe zur Raketenabwehr, eines Jagdgeschwaders sowie von Tankflugzeugen und mehreren B-52-Langstreckenbombern in die Region genehmigt. 
    Diese Nachricht wurde am 03.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.