Sonntag, 22. Mai 2022

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UTOPIEdocumenta
Zeigen, was die documenta nicht gezeigt hat

Eine Ausstellung in Kassel zeigt unverwirklichte Projekte aus der Geschichte der Weltkunstausstellung documenta. Denn es kam in den 60 Jahren ihrer Geschichte immer wieder vor, dass Kunstprojekte zwar eigens für diesen Anlass entwickelt, aber dann doch nicht realisiert wurden.

Kurator Harald Kimpel im Corso-Gespräch mit Bernd Lechler | 30.10.2015

Das Logo zu "60 Jahre documenta" wird im Fridericianum in Kassel (Hessen) an die Wand projeziert.
Jetzt kann man sich im Stadtmuseum Kassel anschauen: Was alles nicht gezeigt wurde, und warum. (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)
Die documenta in Kassel zeigt alle fünf Jahre jeweils 100 Tage lang zeitgenössische Kunst, und ist von allen Ausstellungen dieser Art wohl die weltweit bedeutendste. 2012 fand die jüngste documenta statt, derzeit wird die Ausgabe für 2017 vorbereitet. Dazwischen gibt es nun eine spannende Ausstellung namens UTOPIEdocumenta im Stadtmuseum Kassel, die heute eröffnet.
Und deren Anliegen es ist zu zeigen, was die documenta nicht gezeigt hat. Denn es kam offenbar in den 60 Jahren ihrer Geschichte immer wieder vor, dass Kunstprojekte zwar eigens für diesen Anlass entwickelt wurden - aber dann lief irgendetwas schief, klappte irgendetwas doch nicht, taten sich unvorhergesehene Probleme auf, und die Projekte blieben unrealisiert.
Obwohl durchaus große Namen dahinter standen: Martin Kippenberger, Coop Himmelblau, Dani Karavan - oder auch Arnold Bode, dem einstigen Initiator der documenta. Jetzt kann man sich also angucken: Was da alles nicht gezeigt wurde, und warum.