
Diese Behauptungen sind in dreierlei Hinsicht Unsinn: Erstens, wären die Mondmissionen tatsächlich eine Lüge gewesen, so hätte man sicher auch wundervolle Sterne an der Studiodecke leuchten lassen – das wiederum wäre genau ein Beweis für eine Verschwörung.
Denn zweitens ist es völlig normal, dass bei Aufnahmen von sehr hellen Objekten die schwachen Sterne im Hintergrund nicht zu sehen sind. Das kann jeder bei einer Gartenparty nachstellen, wenn eine Person im Vordergrund mit Blitz fotografiert wird – dann ist der gestirnte Himmel ebenfalls nicht zu sehen.

Drittens: Es gibt Aufnahmen vom Mond, auf denen viele Sterne zu erkennen sind. Bei der Mission Apollo 16 war eine Ultraviolett-Kamera dabei, die auf einem Stativ installiert wurde. Ihre Bilder, die viel länger belichtet wurden als die Schnappschüsse der Astronauten, zeigen Hunderte von Sternen.
Forscher wollten mit diesen Aufnahmen die heißen Sterne der Milchstraße erfassen, die äußersten Schichten der Erdatmosphäre, den Wasserstoff zwischen den Galaxien und vieles mehr. Die Kameras nutzten UV-Licht, weil dieses auf der Erde durch die Atmosphäre abgeblockt wird und daher am Erdboden nicht zu beobachten ist. Wie die Apollo-Bilder zeigen, gibt es am Mondhimmel viele Sterne – um sie zu fotografieren, muss man nur lang genug belichten.