Freitag, 22.10.2021
 
Seit 16:10 Uhr Büchermarkt
StartseiteSport AktuellDie Türkei gibt sich selbstbewusst24.04.2018

Vergabe der EM 2024Die Türkei gibt sich selbstbewusst

Heute hat der DFB bei der UEFA seine Bewerbungsunterlagen für die EM 2024 eingereicht. Übermorgen dürfte dann der einzige Mitbewerber nachziehen: Die Türkei wirbt mit hochmodernen Stadien und einer gut ausgebauten Infrastruktur für sich. Zwar gilt Deutschland als Favorit bei der EM-Vergabe, trotzdem ist man in der Türkei optimistisch.

Von Isabel Gotovac

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und ein Ball im neuen Stadion von Besiktas Istanbul (picture alliance / dpa EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)
Für den türkischen Präsidenten Erdogan wäre die EM 2024 ein Prestige-Projekt. (picture alliance / dpa EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)
Mehr zum Thema

Zürich Türkische Fans demonstrieren vor FIFA-Zentrale

Bewerbung der Türkei um Fußball-EM 2024 Moderne Stadien reichen nicht

Vergabe der Fußball-EM 2024 Für Grindel ist Heim-EM wichtiger als der WM-Titel

Fußball Die verlogene Politik der UEFA

Fußball ist Leidenschaft – auch in der Türkei. So leidenschaftlich, dass in den Stadien der türkischen Top-Clubs schon mal Emotionen hochkochen. Am vergangenen Donnerstag zum Beispiel. Da bekam der Besiktas-Coach im Stadion mal eben eine Sitzschale an den Kopf geworfen. Krawalle zwischen Fangruppen gibt es in der Türkei immer wieder. Und dennoch soll das kein schlechtes Licht auf die türkische EM-Bewerbung werfen. Verbandspräsident Yıldırım Demirören versichert: das Land sei bestens vorbereitet. "Die Türkei hat in den letzten Jahren kräftig in den Fußball und in die Infrastruktur des Landes investiert. Nah- und Fernverkehr, Unterkünfte, et cetera. Um Zuschauer in den Stadien muss einem nicht bange sein, wir sind eine Fußball-Nation."

Stadien und Infrastruktur auf Top-Niveau

Die Fußball-Nation Türkei. Sie ist europaweit das einzige Land, das in den vergangenen Jahren insge­samt 32 Fussball-Stadien gebaut hat. Alle auf einem hohen Level. Das kann sich sehen lassen in der EM-Bewerbung. Die Türkei taugt was für die EM, versicherte der damalige Sportmi­nis­ter Çağatay Kılıc und kann sich einen Seitenhieb auf den deutschen Konkurrenten nicht verkneifen: "Der neue Berliner Flughafen ist immer noch nicht eröffnet worden. Die Eröffnung hat sich bis heute um fünf Jahre verzögert. Die Türkei baut derzeit in Istanbul einen der grössten Flughäfen der Welt. Die Bauarbeiten kommen gut voran." Die Türkei, sie zeigt sich selbstbewusst. Denn eine EM im eigenen Land zu haben, ist natürlich auch vor allem eins: gute Werbung. Umso mehr streckt das Land seine Arme aus – nach der EM 2024.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk