Friedensschluss
Verhandlungen der USA und des Iran morgen in der Schweiz geplant

Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens sollen Vertreter der USA und des Iran morgen in der Schweiz zu ersten Gesprächen über ⁠noch ⁠offene ⁠Fragen zusammenkommen. Die Verhandlungen sollen in einem Resort im Kanton Nidwalden stattfinden, wie das ‌Schweizer Außenministerium mitteilte.

    Screenshot: Ankündigung eines iranischen öffentlich-rechtlichen Senders, dass der Iran und die USA ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten unterzeichnet haben.
    Iran und die USA unterzeichnen Friedensabkommen. (AFP/HANDOUT)
    Neben Vertretern aus Washington und Teheran ​werden demnach auch Gesandte der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar sowie weiterer Länder erwartet. ‌

    Ende aller Kämpfe und Öffnung der Straße von Hormus

    Die Präsidenten der USA und des Iran, Trump und Peseschkian, hatten in der vergangenen Nacht die Absichtserklärung für ein Ende des Krieges unterzeichnet. Das Rahmenabkommen sieht unter anderem ein Ende aller Kämpfe und die Öffnung der Straße von Hormus vor.
    Die USA machten Zugeständnisse an den Iran, indem internationale Sanktionen aufgehoben und umfassende Wiederaufbauzahlungen an Teheran geleistet werden sollen. Der Iran bekräftigte seinerseits den Verzicht auf Atomwaffen.

    Zwei Schiffe der Deutschen Marine auf dem Weg zum Roten Meer

    Unterdessen sind zwei Schiffe der Deutschen Marine auf dem Weg zum Roten Meer. Das gab Bundesverteidigungsminister Pistorius vor einem Treffen mit seinen Kollegen der NATO-Staaten in Brüssel bekannt. Demnach haben das Minensuchboot "Fulda" und der Tender "Mosel" in Begleitung eines britischen Versorgungsschiffes bereits den Suez-Kanal passiert. Sie sollen sich in einem Hafen im afrikanischen Dschibuti am Horn von Afrika für einen möglichen Einsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus bereithalten. Für diese Mission seien aber die Zustimmung des Iran und des Oman sowie ein Beschluss des Deutschen Bundestages erforderlich, betonte Pistorius. Außerdem müsse der weitere Verlauf der amerikanisch-iranischen Verhandlungen abgewartet werden.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.