Nordrhein-Westfalen
Verlegung des radioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus kostet mindestens 90 Millionen Euro

Die Verlegung des Atommülls aus dem Jülicher Forschungszentrum in das Zwischenlager in Ahaus in Nordrhein-Westfalen wird mindestens 90 Millionen Euro kosten. Das teilte die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Ahaus mit.

    Gelbe Castor-Behälter stehen gestapelt in einem Lager.
    Im Zwischenlager Ahaus befinden sich bereits Castor-Behälter mit radioaktivem Müll aus verschiedenen ehemaligen Atomkraftwerken. (picture alliance / dpa / Guido Kirchner)
    Unter anderem mussten an den Straßen Umbauarbeiten für die potenziellen Transporte vorgenommen werden. Den Angaben zufolge sind in der genannten Summe die Kosten für den begleitenden Polizeieinsatz nicht enthalten. Wie die JEN erklärte, wären die Kosten für den Neubau eines Zwischenlagers in Jülich deutlich höher gewesen.

    Termin für Transport weiter geheim

    Die Betriebserlaubnis für die Lagerstätte in Jülich ist vor Jahren ausgelaufen. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung genehmigte im vergangenen Jahr den Transport von 152 Castorbehältern mit rund 300.000 Brennelementkugeln nach Ahaus. Auch bei diesem Standort handelt es sich nur um ein Zwischenlager. Die Behälter sollen einzeln mit Spezial-Lastwagen transportiert werden. Der Termin für die Fahrten obliegt laut der JEN der Geheimhaltung. Atomkraftgegner kündigten Proteste an.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.