Hormus-Einsatz
Verteidigungsminister Pistorius nennt Bedingungen

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat für eine mögliche deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus Bedingungen genannt. Eine Bewertung der ⁠notwendigen Unterstützung ⁠könne ⁠erst nach einem Waffenstillstand erfolgen, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Zudem käme eine deutsche Beteiligung nur im Rahmen eines internationalen ‌Mandats oder einer Kooperation sowie unter Zustimmung des Bundestages infrage.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, spricht bei einer Pressekonferenz mit dem lettischen Verteidigungsminister.
    Bundesverteidigungsminster Boris Pistorius, SPD (Archivbild). (Britta Pedersen / dpa / Britta Pedersen)
    Wörtliche fügte Pistorius hinzu: "Das sind mehrere Konjunktive." Neben Deutschland hatten sich auch Frankreich, Großbritannien, Italien, ⁠die Niederlande und Japan im Grundsatz bereit erklärt, zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region beizutragen.
    Derweil arbeitet die UNO-Schifffahrtsorganisation IMO nach einer Dringlichkeitssitzung in London an Evakuierungsplänen für die rund 20.000 Seeleute, die wegen des Iran-Krieges in der Region festsitzen. Der IMO-Rat forderte Teheran auf, die Sperrung der Meerenge unverzüglich aufzuheben. Der Iran, der IMO-Mitglied ist, wies die Erklärung des Rates als einseitig und rechtlich mangelhaft zurück. Sie verurteile den geschädigten Staat, während sie die Aggression gegen den Iran außer Acht lasse, sagte der iranische Delegierte. Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.