
Die gebürtige Iranerin schrieb im "Guardian", das erste Hindernis sei fehlendes Vertrauen, vor allem auf Seiten des Iran gegenüber Präsident Trump. Zweitens fehle es an wirklich belastbaren Kontakten beider Seiten. Seit dem Treffen in Islamabad im April - mit US-Vizepräsident Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf - laufe die Kommunikation mangels direkter Gespräche immer über regionale Vermittler - und den serienmäßigen Austausch von Vorschlägen.
Kluft zwischen Ansprüchen
Das dritte Hindernis sei die Kluft zwischen den Ansprüchen beider Seiten. Der Iran wolle ein eher detailliertes und verpflichtendes Abkommen - mit genauen Angaben über die zu lockernden Sanktionen und freizugebenden Vermögenswerte - sowie Garantien für den Fall eines neuerlichen Kurswechsels der USA. Trump wiederum bevorzuge eine schnelle Absichtserklärung, die schlagzeilentauglich sei und als Durchbruch verkauft werden könne.
Innenpolitischer Gegenwind zu erwarten
Schließlich kämen noch innenpolitische Aspekte hinzu, da jedwede Einigung in beiden Ländern auf Widerstand stoßen dürfte. In den USA sei das von den "Falken" unter den Republikanern, also den Hardlinern, zu erwarten - aber auch von kritisch gesinnten Demokraten. Im iranischen Regime wiederum könnte ein Kompromiss ohne ernsthafte Garantien und Sanktionslockerungen wie eine Kapitulation aufgenommen werden.
Das Problem sei letztlich, dass sich beide Seiten als Sieger verstünden - und glaubten, dass sie die Zeit auf ihrer Seite hätten.
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Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
