
Die britische Außenministerin Cooper warf dem Iran zum Auftakt einer Videoschalte Rücksichtslosigkeit vor. Teheran nutze die Blockade der internationalen Schifffahrtsroute, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen. Ziel der Gespräche seien diplomatische Maßnahmen, um die für den Ölhandel entscheidende Meerenge wieder nutzbar zu machen.
Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar ist der Schiffsverkehr fast völlig zum Erliegen gekommen. Laut Cooper sitzen derzeit rund 2.000 Handelsschiffe in der Region fest.
An der Konferenz nehmen unter anderem Frankreich, Deutschland, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien teil, nicht aber die USA. Präsident Trump hatte erklärt, die Sicherung der Route sei Aufgabe anderer Nationen. Die Vereinigten Staaten sind nicht abhängig von Gas und Öl aus der Region - sie sind selbst der größte Erdölproduzent der Welt. Israel hat eigene Gasvorkommen im Mittelmeer erschlossen.
Macron: Militäreinsatz unrealistisch
Frankreichs Präsident Macron hatte zuvor erklärt, er halte einen Militäreinsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. Ähnlich hatte sich auch das chinesische Außenministerium geäußert, das die USA und Israel für den weitgehenden Stopp der Schifffahrt in der Meerenge verantwortlich machte.
Trump: Iran hart treffen
US-Präsident Trump hatte in einer Rede an die Nation auch erklärt, dass die Vereinigten Staaten ihre strategischen Ziele im Krieg gegen den Iran bald erreichen würden. In den nächsten zwei bis drei Wochen werde man das Land extrem hart treffen. Zugleich begründete der Präsident den Krieg mit der nuklearen Bedrohung durch Teheran.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
