
Während seines Besuchs im norwegischen Andöya sagte Merz, er wolle wissen, welche Motive dahinter stünden. Beim Öl gebe es aktuell ein Preisproblem, kein Mengenproblem. Der CDU-Politiker betonte, Moskau zeige weiter keine Verhandlungsbereitschaft im Krieg gegen die Ukraine.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Regierungschefs von Norwegen und Kanada, Støre und Carney, sagte Merz später, es brauche einen überzeugenden Plan, wie der Irankrieg zu einem Ende geführt werden solle. Der Kanzler versicherte zugleich, dass die Bundesregierung wichtige Ziele der Vereinigten Staaten und Israels teile. So müsse der Iran sein Nuklearprogramm und sein ballistisches Raketenprogramm beenden.
EU-Ratspräsident Costa nannte die Lockerung von Sanktionen gegen Russland durch die USA besorgniserregend. Die Maßnahme beeinträchtige die europäische Sicherheit. Sie erhöhe die russischen Mittel, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzuführen.
Ähnlich argumentierte der ukrainische Präsident Selenskyj. Er sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Macron in Paris, dies trage nicht dazu bei, den Krieg in der Ukraine zu beenden, sondern stärke Russlands Position. Diese einzelne Lockerung durch die USA könne Russland rund zehn Milliarden Dollar einbringen, wofür Moskau weitere Waffen kaufen könne.
Macron nannte die US-Entscheidung eine zeitlich begrenzte Ausnahme, die die Sanktionen nicht dauerhaft infrage stelle. In seinen Gesprächen mit Präsident Trump habe dieser seine Haltung dazu nicht geändert, betonte Macron.
Die russische Führung begrüßte die Entscheidung. Der Berater von Präsident Putin, Dmitrijew, sprach von rund 100 Millionen Barrel. Ohne russisches Öl könne der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben, schrieb Dmitrijew bei Telegram.
Die USA hätten faktisch das Offensichtliche anerkannt.
Die USA hätten faktisch das Offensichtliche anerkannt.
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Der Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten
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Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
