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StartseiteSternzeitMit Skyweek durch das All 01.02.2020

Vor 35 Jahren erstmals erschienenMit Skyweek durch das All

Im Zeitalter von Internet und Mobilfunk kann man sich kaum mehr vorstellen, wie vor einigen Jahrzehnten astronomische Neuigkeiten Verbreitung fanden: per Fax oder Brief. Doch den ursprünglich per Post verschickten Newsletter Skyweek gibt es heute noch - allerdings als Blog.

Von Dirk Lorenzen

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Ein Stück astronomischer Mediengeschichte: Test-Ausgabe von Skyweek (Paul Hombach)
Der Anfang einer grandiosen Erfolgsgeschichte: Skyweek Nr. 1 (Paul Hombach)

Im Zeitalter von Internet und Mobilfunk kann man sich kaum mehr vorstellen, wie vor einigen Jahrzehnten astronomische Neuigkeiten Verbreitung fanden: per Fax oder Brief. Die US-Zeitschrift "Sky and Telescope" hatte Anfang der 1980er-Jahre Skyline eingerichtet, eine Telefonansage, die über neue Kometen, Nova-Ausbrüche und ähnliche aktuelle Entwicklungen am Himmel informierte. Die beiden Bonner Astrophysik-Studenten Daniel Fischer und Susanne Hüttemeister machten daraus den Newsletter Skyweek. Heute vor 35 Jahren erschien die erste Ausgabe – Hauptthema war die erstmalige visuelle Beobachtung des Kometen Halley vor dessen Wiederkehr ein Jahr später.

Einmal pro Woche wurde fortan eine DIN-A4-Seite mit den Skyline-Informationen und vielen weiteren Neuigkeiten aus der Astronomie an Interessierte verschickt. Skyweek entwickelte sich schnell zum schnellsten, zuverlässigsten und umfassendsten astronomischen Nachrichtendienst in deutscher Sprache – und hält diese Spitzenstellung bis heute.

Der Kern des Kometen Halley, aufgenommen von der Raumsonde Giotto im März 1986.  (ESA/MPAE)Aufmacher-Thema für die erste Skyweek-Ausgabe: der Komet Halley (ESA/MPAE)

Ob Komet IRAS-Araki-Alcock, Supernova 1987A, die Entdeckung der ersten Planeten bei Pulsaren et cetera: Die wöchentlichen Skyweek-Umschläge, die die Bezieher zuvor frei gemacht einschicken mussten, informierten knapp und präzise über das Geschehen in den Tiefen des Weltalls – und ermöglichten wunderbare Beobachtungen. Daniel Fischer aktualisiert Skyweek mittlerweile oft im Stundentakt oder sogar noch schneller. Denn die Umschläge haben längst ausgedient. Die "Himmelswoche" ist inzwischen ein Blog.

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