
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Reul (CDU), sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger, er sei als Europäer zwar kein Fan von Grenzkontrollen, doch sie hätten positive Effekte. Der CDU-Innenexperte Golland wies auf tausende vollstreckte Haftbefehle sowie sichergestellte Waffen und Drogen hin. Auch Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) lehnt eine Beendigung der Grenzkontrollen vorerst ab.
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Fiedler, betonte dagegen, mit Inkraftreten der europäischen Asylreform, müssten die Binnengrenzkontrollen perspektivisch zu einem Ende kommen. Er schlug vor, zunächst die Kontrollen an jenen Grenzen zu beenden, die von irregulären Grenzübertritten nicht so stark betroffen seien.
Die europäische Asylreform soll am Freitag in Kraft treten. Sie enthält zahlreiche Verschärfungen und zielt darauf ab, dass weniger Asylsuchende in die EU kommen. Dafür sollen Grenzkontrollen vor allem an den EU-Außengrenzen erfolgen. Die EU-Kommission drängt zugleich auf einen Abbau der nationalen Grenzkontrollen in Deutschland und anderen europäischen Staaten.
Asylanträge in der EU gesunken
Zuletzt sank die Zahl der Asylanträge in der EU kontinuierlich. Auch bei den irregulären Grenzübertritten in die Europäische Union war laut EU-Grenzschutzbehörde Frontex zuletzt ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.
Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





