EU-Mitgliedsstaaten
Vorerst keine Einigung auf neue Russland-Sanktionen - Ölpreisdeckel aber verlängert

Die EU-Staaten haben sich nicht auf ihr geplantes 21. Sanktionspaket gegen Russland einigen können.

    Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga.
    Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Igor Russak)
    Unter anderem gab es bei den Gesprächen über ein Verbot für den Transit von russischem Flüssiggas nicht die nötige Einstimmigkeit. Vertreter der Mitgliedsstaaten verständigten sich aber nach Angaben von Diplomaten darauf, den Ölpreisdeckel bis zum 23. Juli auf dem aktuellen Niveau einzufrieren. Eigentlich war für heute eine automatische Anpassung angesetzt. Dann hätte die Preisobergrenze von derzeit rund 44 US-Dollar pro Barrel deutlich angehoben werden müssen. So sieht es eine EU-Regelung vor, die sicherstellen soll, dass der Preisdeckel der Marktentwicklung automatisch folgt.
    Bis kommende Woche soll es eine Einigung auf ein neues Paket mit EU-Strafmaßnahmen gegen Russland wegen des anhaltenden Ukraine-Kriegs geben.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.