
Die IG Metall hat deshalb an allen Standorten von VW in Deutschland zu Protestaktionen aufgerufen. Die Gewerkschaft befürchtet drastische Einschnitte.
Stellenabbau und drohende Werksschließungen
Laut dem "Manager Magazin" könnten bei Volkswagen von den rund 670.000 Stellen weltweit bis zu 100.000 wegfallen. Den deutschen Werken in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm droht demnach die vollständige Schließung. Konzernchef Blume will die bestehenden Überkapazitäten weiter reduzieren und sich so auf einen dauerhaft niedrigeren Absatz insbesondere in Europa einstellen. Nach Informationen des Datendienstleisters Mobility Global liegt die Auslastung aller deutschen Volkswagen-Konzernwerke im laufenden Jahr bei nur rund 80 Prozent. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte sie weiter sinken.
Institut für Automobilwirtschaft: VW braucht Umbruch
Laut dem Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Reindl, führt an den geplanten Maßnahmen kein Weg vorbei. Der globale Wettbewerb habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Volkswagen brauche den Umbruch, um besser auf die veränderten Märkte reagieren zu können, sagte Reindl im Deutschlandfunk. Zu dem schwachen Absatz in Europa seien die Zölle in den USA sowie die Konkurrenz durch billigere chinesische Anbieter hinzugekommen.
Bessere Anpassung an veränderte Märkte notwendig
Laut Reindl benötigt Volkswagen außer einem Stellenabbau und Werksschließungen dringend eine neue strategische Ausrichtung, um sich besser auf den konkreten Bedarf im jeweiligen Markt einzustellen. Hier seien in der Vergangenheit gravierende Fehler gemacht worden. Insgesamt seien die deutschen Automobilhersteller zu träge und langsam in der Entwicklung, kritisierte der Automobilexperte. Hinzu kämen zu hohe Produktionskosten, auch wegen der hohen Energiepreise.
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Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
