Polnische NS-Opfer
Wadephul spricht sich für Entschädigungszahlungen aus

Bundesaußenminister Wadephul hat sich für Entschädigungszahlungen an noch lebende polnische Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ausgesprochen.

    Johann Wadephul blickt mit leicht skeptischem Blick in die Kamera.
    Bundesaußenminister Wadephul unterstützt die Forderung nach Entschädigungszahlungen an polnische Opfer der NS-Gewaltherrschaft. (picture alliance / AA / photothek.de / Thomas Imo)
    In einem Interview mit der Deutschen Welle und dem polnischen Sender TVP sagte der CDU-Politiker wörtlich: "Mit mir haben Sie jemanden in der deutschen Regierung, der dafür ist." Aus der deutsch-polnischen Geschichte ergebe sich eine Verpflichtung gegenüber Menschen, die in Polen gelitten haben. Wadephul äußerte die Hoffnung, dass es noch in diesem Jahr zu Ergebnissen kommen werde.
    Zuvor hatte der polnische Außenminister Sikorski die Bundesregierung bei seinem Berlin-Besuch erklärt, er erwarte eine Wiedergutmachung im moralischen und auch im materiellen Sinne.
    Die Zahl der noch lebenden NS-Opfer in Polen wird auf rund 50.000 geschätzt. Die Bundesregierung ist der seit Jahren von Polen vorgetragenen Forderung nach Entschädigungszahlungen bislang nicht nachgekommen.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.