Recherche der TAZ
Weimers Behörde und sein Ex-Unternehmen stimmten offenbar Mail-Kommunikation ab

Die Behörde von Kulturstaatsminister Weimer und sein früheres Unternehmen haben nach Recherchen der TAZ enger zusammengearbeitet als bisher bekannt.

    Wolfram Weimer posiert vor einer Wand mit Aufschriften zur Berlinale.
    Wolfram Weimer bei der Berlinale (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Eibner-Pressefoto / Roger Buerke)
    Die Zeitung hat interne E-Mails zwischen dem Sprecher von Weimers Behörde und dem Sprecher der Weimer Media Group ausgewertet. Demnach stimmten diese ihre Antworten auf Presseanfragen zum Ludwig-Erhard-Gipfel im vergangenen Herbst untereinander ab. Dem Bericht zufolge wurde auch der Staatsminister selbst in die Kommunikation einbezogen.
    Die Behörde von Weimer räumte die Abstimmung laut taz ein. Allerdings sei man sehr schnell dazu übergegangen, Fragen zum Unternehmen an dieses zu verweisen. Die Organisation Lobby Control kritisierte das Vorgehen. Es stehe in direktem Widerspruch zu Weimers Aussagen, es gäbe eine strikte Trennung zwischen der Verlagsgruppe und seinem Amt.
    Weimer wird seit Längerem vorgeworfen, sein Amt als Staatsminister und seine Tätigkeit als Unternehmer nicht ausreichend zu trennen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach die Weimer Media Group Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern angeboten haben soll.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.