Ukraine-Krieg
Weitere Tote in Kiew und Region Dnipropetrowsk - EU-Minister beraten über Sanktionen

In der Ukraine haben die Behörden zwei Tote nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk gemeldet. Eine Person sei verletzt worden. Darüber hinaus ist die Zahl der Toten nach den schweren russischen Attacken auf Kiew am Vortag auf mindestens 23 gestiegen.

    Feuerwehrleute versuchen, aus den Trümmern eines Hauses durch eine große Staubwolke Menschen zu finden.
    Es gab erneut russische Angriffe auf die Ukraine. (picture alliance / newscom / Ukrainian State Emergency Servic)
    Das russische Verteidigungsministerium meldet unterdessen den Abschuss von 54 ukrainischen Drohnen.
    In Kopenhagen erörtern die Außen- und Verteidigungsminister der EU weitere Sanktionen gegen Moskau. Bei dem Treffen in der dänischen Hauptstadt dürfte unter anderem darüber gesprochen werden, wie die eingefrorenen russischen Vermögenswerte effizienter zur Finanzierung der Militärhilfen für die Ukraine genutzt werden können. Auch Sicherheitsgarantien nach einem möglichen Kriegsende gelten als Thema der Gespräche.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte nach einer Videoschalte mit mehreren nord- und osteuropäischen Staats- und Regierungschefs Zusagen der europäischen Verbündeten für die Zeit nach dem Krieg. Er sagte, es brauche klare Antworten darauf, wer seinem Land bei einem erneuten russischen Angriff militärisch helfen werde.

    Wie wirkungsvoll sind Sanktionen?

    Der Russland-Experte Andrey Gurkov hält die Strafmaßnahmen gegen Russland für ein wirkungsvolles Instrument. Man sollte mit dem Zweifeln aufhören, ob die Sanktionen helfen würden oder nicht,sagte der russische Journalist und Autor im Deutschlandfunk. Als Beispiel nannte Gurkov die Sanktionen gegen die russische Kohleindustrie, in dessen Folge seit drei Jahren keine Kohle mehr nach Europa exportiert werde. In der größten Kohleregion hätten zehn Prozent der Zechen schließen müssen, weil sie unrentabel geworden seien.
    Die US-Regierung will über 3.000 Abwehrraketen an die Ukraine liefern. Die Waffen im Wert von 825 Millionen Dollar sollen von Dänemark, den Niederlanden und Norwegen finanziert werden, wie die zuständige US-Behörde mitteilte. Das Außenministerium in Washington genehmigte den Verkauf, der Kongress muss die Entscheidung noch absegnen.

    Vereinbarung zwischen Trump und Rutte

    Die US-Behörde teilte mit, die Ukraine werde für die Selbstverteidigung und eigene Sicherheit ausgerüstet. Die Lieferung der Abwehrraketen gehört zu der Vereinbarung von Präsident Trump und NATO-Generalsekretär Rutte, dass die USA wieder Waffen an die Ukraine liefern, aber andere Länder die Finanzierung übernehmen.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.