Donnerstag, 16.08.2018
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen
StartseiteCorso"Wirtschaft auf ethische Füße stellen"12.06.2018

Weltkulturerbe Genossenschaften"Wirtschaft auf ethische Füße stellen"

Bis heute hat Friedrich Wilhelm Raiffeisens Idee einer Genossenschaftsbewegung weltweiten Einfluss. Deren Geschichte und Aktualität zeigt jetzt das Landesmuseum Koblenz. "Jeder kann selbst etwas tun, um Wirtschaft besser zu machen", erklärt Projektleiterin Angela Kaiser-Lahme im Dlf.

Angela Kaiser-Lahme im Corsogespräch mit Ulrich Biermann

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Blick in einen der Ausstellungsräume im Landesmuseum Koblenz mit Einkaufswagen (Landesmuseum Koblenz)
Ein Blick in einen der Ausstellungsräume im Landesmuseum Koblenz mit Einkaufswagen (Landesmuseum Koblenz)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Mehr zum Thema

Selbstorganisierte Stadtentwicklung Wie möchten wir wohnen?

Gegenentwurf zu "Monopoly"

Architektur-Ausstellung "Ein ganzes Stadtviertel aus Gemeinschaftsprojekten"

Die Genossenschaft Bürgerschaftliches Engagement soll leichter werden

Neuanfang als Genossenschaft Prokon sieht mehr Chancen als Risiken

Am Anfang stand die Armutsbekämpfung. Vor 160 Jahren entwickelte der Kommunalbeamte F.W. Raiffeisen seine Grundgedanken zur Genossenschaftsbewegung. Als er seinen "Hilfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte" gründete, da war ihm die Linderung von Not wichtiger, als die Anweisungen seiner Regierung. "Die Idee war Hilfe zur Selbsthilfe, um Menschen aus der Armut herauszuholen," erläutert Dr. Angela Kaiser-Lahme, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, im Corsogespräch. Ihre Ausstellung Tradition Raiffeisen: Wirtschaft Neu Denken erzählt nicht nur Genese und Geschichte der Genossenschaftsidee, sondern zeigt auch deren Aktualität.

"Eine neue Organisationsform, wo jeder jedem hilft."

Mitglieder konnten im Verein Geld ansparen, es aber auch günstig zum Ankauf von Vieh und Gerät leihen. Heute finden sich Nachfolger dieser Genossenschaftsgedanken in der "Gemeinwohlökonomie", bei der es nicht mehr darum gehe "Wirtschaftsunternehmen nach ihrem Gewinn zu beurteilen, sondern wie solidarisch es ist, wie transparent, wie ressourcenschonend, das sind auf einmal ganz andere Faktoren, die zählen."

Über 2000 Unternehmen operieren in Europa schon so, und auch im kleinen funktioniere das Konzept, ob beim Mietshäusersyndikat, Repair-Cafe oder der grundsätzlichen Frage danach: "Was möchte ich teilen?" 

Ausstellung: Tradition Raiffeisen: Wirtschaft Neu Denken
Landesmuseum Koblenz | Haus der Kulturgeschichte
13. Juni 2018 bis 27. Januar 2019

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk