Zucker und Alkohol
WHO wirbt für höhere Steuern auf Limo, Bier, Wein und Spirituosen

Die Weltgesundheitsorganisation wirbt für eine höhere Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken und Alkohol.

    In einer Bar wird ein Glas Wein eingeschenkt.
    Alkohol als auch zuckerhaltige Getränke sollen stärker besteuert werden (Archivbild). (picture alliance/dpa / Gerald Matzka)
    Höhere Abgaben auf Limonaden, Bier, Wein und Spirituosen würden Leben retten und Einnahmen bringen, betonte WHO-Chef Tedros in Genf. Zuckerhaltige und alkoholische Getränke seien in den meisten Ländern zu billig. Der Konsum führe bei Kindern und Erwachsenen zu Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und auch zu Unfällen. Steuern seien eines der wirksamsten Instrumente zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten, betonte Tedros. In zwei neuen Berichten warnt die WHO davor, dass die Gesundheitssysteme einem zunehmenden finanziellen Druck durch vermeidbare, nicht übertragbare Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt seien.
    Mehrere Bundesländer wollen zuckerhaltige Limonaden bereits seit Längerem teurer machen. Vor Weihnachten hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther (CDU) eine Bundesratsinitiative für eine Zuckersteuer in diesem Jahr angekündigt. Die Bundesregierung äußerte sich skeptisch.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.