
Ugandas Gesundheitsministerium meldete 6 neue Fälle und damit insgesamt 15 laborbestätigte Infektionen mit dem lebensbedrohlichen Virus seit Beginn des Ausbruchs in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo. Bisher ist einer dieser Erkrankten verstorben.
Aktuell noch 116 Verdachtsfälle
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo melden Behörden mittlerweile 321 Fälle, die im Labor bestätigt wurden, darunter 48 Todesfälle. Nach mehr als 900 Verdachtsfällen in der vergangenen Woche gibt es derzeit noch 116, wie die WHO mitteilte. Bei hunderten wegen Krankheitssymptomen zunächst als Verdachtsfall registrierten Patienten habe sich eine Ebola-Infektion bei Tests dann aber nicht bestätigt, erklärte WHO-Sprecher Lindmeier.
Ein Rückschluss von der gesunkenen Zahl darauf, dass der Ausbruch nun besser unter Kontrolle sei, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, betonte Lindmeier. Im Gegenteil könne eine hohe Zahl von Verdachtsfällen ein gutes Zeichen sein, da dies bedeute, dass die Erkennung potenzieller Fälle funktioniert und Menschen mit Symptomen sich melden.
Tatsächliche Zahl von Infektionen wahrscheindlich höher
Die Weltgesundheitsorganisation geht seit Bekanntwerden des Ausbruchs im Ostkongo Mitte Mai davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt als die offiziell erfasste, weil der Ausbruch in der Provinz Ituri an der Grenze zu Uganda und dem Südsudan wochenlang unbemerkt blieb und nicht alle Fälle gemeldet werden. Für den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus, der für den Ausbruch verantwortlich ist, gibt es anders als für die häufigere Zaire-Variante keinen Schnelltest, keine Therapie und auch noch keinen Impfstoff. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.
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Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
