
Die europäischen NATO-Mitgliedstaaten erhöhten ihre Investitionen dem Bericht zufolge um rund 14 Prozent auf 476 Milliarden Euro. Das sei der größte Anstieg seit den Anfangsjahren des Militärbündnisses.
Ausgaben in den USA rückläufig
In den USA sanken die Rüstungsausgaben dagegen. Das liegt vor allem daran, dass die Regierung in Washington keine neuen Militärhilfen für die Ukraine bewilligte. In Zukunft dürfte die Zahl zudem wieder nach oben gehen, sagte Sipri-Experte Diego Lopes da Silva: "Die USA haben bereits Pläne zur Erhöhung ihrer Militärausgaben angekündigt."
Deutschland investierte im vergangenen Jahr rund 97 Milliarden Euro in die Bundeswehr - ein Viertel mehr als 2024. Höher waren nur die Ausgaben der USA, Chinas und Russlands.
Ukraine mit enormen Militärausgaben
In der Ukraine machten die Militärausgaben 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus - ein noch größerer Anteil als 2024. Mehr als 60 Prozent der Staatsausgaben steckte das Land Sipri zufolge in sein Militär. "Das ist ein enormer Anteil der öffentlichen Ausgaben, und es ist schwer vorstellbar, wie der noch weiter steigen könnte, ohne dass die Bereitstellung grundlegender öffentlicher Leistungen darunter leidet", sagte da Silva.
Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
