
+++ Die Luftabwehr der NATO hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen.
Das Geschoss sei gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreicht habe, hieß es vom Verteidigungsministerium in Ankara. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Irrläufer handelte oder das Geschoss absichtlich in Richtung Türkei abgefeuert worden war.
+++ Nahe dem iranischen Atomtechnologiezentrum Isfahan sind der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge zwei Gebäude beschädigt worden.
Es seien aber keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde, und es bestehe daher auch aktuell kein Strahlungsrisiko, teilte die IAEA mit Sitz in Wien auf der Onlineplattform X mit. Behördenchef Grossi wiederholte jedoch seinen Aufruf an die Kriegsparteien, maximale Zurückhaltung zu üben, um einen Atomunfall zu verhindern. Die IAEA geht davon aus, dass hoch angereichertes Uran unterirdisch in Isfahan gelagert wird, wie aus dem jüngsten Iran-Bericht der Organisation hervorging.
+++ Bundeswirtschaftsministerin Reiche sieht derzeit ungeachtet des Iran-Kriegs keine Knappheit bei Öl und Gas.
Es gebe zwar Preisausschläge an den Märkten, aber kein Mengenproblem, sagte die CDU-Politikerin in München. Die Bundesregierung habe Instrumente, es gebe aber noch keinen Anlass, sie einzusetzen. Die Mineralölfirmen haben die Preise seit Ausbruch des Irankriegs deutlich angehoben. So wurden für den Liter Diesel beispielsweise heute früh nach Angaben des ADAC bundesweit durchschnittlich mehr als zwei Euro verlangt.
+++ Der Iran verfügt nach Einschätzung der israelischen Armee weiter über "erhebliche Kapazitäten" für Raketenangriffe.
Israel habe im Iran schon "dutzende Raketenwerfer zerstört", die eine "erhebliche Bedrohung" dargestellt hätten, und werde dies auch weiter tun, sagte Armeesprecher Defrin. "Aber das Regime verfügt nach wie vor über erhebliche Kapazitäten." Defrin wies außerdem darauf hin, dass die israelische Luftabwehr nicht "undurchdringlich" sei.
+++ Der Iran hat die für heute geplante Trauerfeier für den bei US-israelischen Luftangriffen getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei laut staatlichen Medien verschoben.
Zur Begründung verwies das Staatsfernsehen auf den erwarteten großen Andrang bei der ursprünglich für den Abend geplanten Trauerfeier in der Hauptstadt Teheran. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, hieß es. Der 86-jährige Chamenei war am Samstag am ersten Tag des Iran-Kriegs getötet worden. Er hatte das Land seit 1989 geführt.
+++ Die Bundesregierung beginnt heute ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere.
Nach Angaben von Bundesaußenminister Wadephul wurde ein erster Charterflug der Lufthansa vom Oman aus organisiert. Derzeit sitzen mehr als 30.000 deutsche Touristen in der Region fest. Gestern waren erste Urlauber aus der Golfregion nach Deutschland zurückgekehrt. In Frankfurt am Main landete eine Linienmaschine aus Dubai. Später starteten weitere Flüge aus den ebenfalls vom Iran beschossenen Vereinigten Arabischen Emiraten.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
